▶ Russisch
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Russisch gehört zu den ostslavischen Sprachen, der Standard ist von der Moskauer Umgebung geprägt; ihm sind Ukrainisch und Weißrussisch am nächsten. Mind. 233 Millionen Menschen sprechen Russisch, 164 Millionen als erste Sprache - primär in Russland, dem Kerngebiet der einsteigen Sowjetunion, die ein miltilingualer Vielvölkerstaat war. Amtssprache ist Russisch in Ruland und Weißrussland. In Deutschland spricht mindestens eine halbe Million Menschen Russisch, z.T. bedingt durch Aussiedlung. Russisch hat ein Lautsystem mit 42 Phonemen, davon 6 Vokal- und 36 Konsonanten. Für die Konsonanten ist typisch, dass sie in nicht-palatalisierter und in palatalisierter Form (Anhebung der Zungenmitte zum Gaumen (Palatum) hin). In unbetonter Positiuonb werden die Vokal quantitativ sowie qualitativ reduziert, besonders nach der Akzentsilbe. Auffällig ist dies bei [o] und [a] nach nichtpalatalisierten Konsonanten [> ʌ, ǝ]. Der Wortakzent ist insofern frei, als er auf jede Silbe fallen und so zur Unterscheidung verschiedene Wortformen oder Wörter dienen kann. Russisch wird in kyrillischer Schrift geschrieben (21 Konsonant-, 10 Vokalzeichen). Die Substantive haben ein Numerus-Kasus-Paradigma; das Genus liegt jeweils fest. Ein zentrales Merkmal der Substantive ist ferner <Belebtheit>. Pluralformen verbinden sich erst mit Zahlwörtern >5. Zu den sechs Kasus des Russischen gehören neben Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ Instrumental und Präpositivkasus. Für das Genus ist das Kongruenzverhalten (Substantiv-Adjektiv) wichtig. Es feht ein bestimmter Artikel, wie ihn das Deutsche kennt; dafür ist das System der Unbestimmtheit differenzierter (Zur Determination: Kovtun 2003, Hoffmann u. Kovtun 2007:342ff.). Das Adjektivparadigma ist dreistellig (Kasus, Numerus, Genus), das Verbparadigma sechsstellig (Person, Numerus, Genus, Tempus, Modus, Diathese). In der Aspektkategorie slavischer Verben sind bes. imperfektiver (Default) und perfektiver Aspekt - hier kommt das Erreichen eines Ziels (telisch) hinzu - unterschieden. Möglicherweise lässt sich der imperfektive Aspekt als Ausdruck nicht-aktueller Ereignisse deuten. Im Präteritum lassen sich grundsätzlich Formen beider Aspekte bilden. Russisch hat zahlreiche wissensbezogene Partikeln - vergleichbar den deutschen Abtönungspartikeln.
Literatur Übersicht
proDAZ Essen-Duisburg
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Moskau: Basilius-Kathedrale
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