Kommentar
Wovon soll die Migrationsdebatte, die eine Islamdebatte geworden ist, ablenken?
Von den Versäumnissen aus 30 Jahren Integrationspolitik? Dass seit Jahren mehr (und gut Ausgebildete) abwandern als zuwandern? Dass es in Integrationskursen viel zu wenig Plätze, aber hohe Nachfrage gibt? Dass Diskriminierte nicht nur stumme Opfer sind, sondern manchmal auch zurückschlagen?
Davon, dass für Bildung kein Geld bereit steht und die Unis und Schulen weiter verkommen?
Hartz IV-Problematik? Gruppen mit Schwierigkeiten gegeneinander ausspielen?
Schlechte Umfragen für Parteien?
Afghanistankrieg? Laufzeitverlängerung für AKWs? Raketenabwehr über Europa? ...
Davon, dass niemand klären kann, was "deutsche Kultur" - jenseits regionaler Subkulturen - sein könnte? Allenfalls das Grundgesetz könnte leiten, dann aber gäbe es die gegenwärtige Konfrontation nicht.
Für eine journalistische
Ethik
Die Medien bezeichnen
sich gern als "vierte
Gewalt".
Wenn sie das sein wollen, müssten sie eine Verantwortung der Gesellschaft
und den menschen gegenüber wahrnehmen.
Sie dürften keine Diskussionen
anzetteln, um Politikern Gelegenheit zu geben, Stammtischparolen auszugeben
- auf Kosten von Minderheiten. Sie dürften nicht diskriminieren, schon
gar nicht eine Weltreligion. Sie könnten sich nicht länger
auf ministeriale Verlautbarungen oder gar die Parteizentralen oder Konzern-PR
stützen.
Sie müssten
sich wieder gut informieren, auch wissenschaftliche Texte können nicht
schaden, richtig
recherchieren, statt aus dem Netz abzuschreiben...
Aber: darf der Journalismus das? Gibt es (noch) eine Ethik?
Wo melden sich die zu Wort, die eine solche Ethik vertreten?
Zur Islamdebatte der Journalist Straub undBahners, Die Panikmacher (FAZ-Auszug)
Aktuelle Bücher:
Patrick Bahners (2011) Die Panikmacher.
Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift. München: Beck
Hilal Sezgin (Hg.)(2011) Manifest der Vielen: Deutschland erfindet sich neu.
Berlin: Blumenbar
Was
du nicht selber weißt
Letzte Bearbeitung: 09.02.2012 |
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| "Sprachförderung: Elternmacht bremst Integration" (Spiegel Online) | ||||||||
Eine neue Erhebung des Instituts für Migrations- und Politikforschung der Hacettepe-Universität Ankara sowie des Berliner Meinungsforschungsinstituts SEK-POL/Data4U zeigt: Viele türkischerstsprachige Migranten vertrauen nach der Nazi-Mordseire weniger auf den deutschen Staat und seine Ordnungsfunktion. Befragt wurden 1058 repräsentativ ausgewählte Einwanderer ab 15 Jahren. 55 Prozent der Befragten, "glauben, dass die Rechtsterroristen vom deutschen Staat beschützt oder gar gefördert wurden. Rund ein Drittel von ihnen ist sogar überzeugt, dass es "extreme" staatliche Unterstützung für die Zwickauer Neonazis gab. Nur etwa 21 Prozent glauben dagegen nicht an diese Unterstützung." (SPIEGEL Online) |
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Der "Zweite Integrationsindikatorenbericht" der Bundesregierung
zeigt erhebliche Fortschritte bei der Integration: Wichtige Forderung: "Auch der öffentliche Dienst muss die Vielfalt unserer Gesellschaft abbilden. Wir benötigen mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst als Brückenbauer." Das gilt auch und gerade für die Schule. |
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| Vergessene und übersehene Opfer Die Wanderausstellung »Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland« des Vereins Opferperspektive e.V. ist vom 11. bis zum 28. Januar in Dortmund. Zu sehen dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr in der Dortmunder Petrikirche. |
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| Warum Demokratie die Geisteswissenschaften braucht. Zu einem Vortrag von Martha Nussbaum und einer Anhörung: Die ZEIT | ||||||||
| Es wäre eine Sensation: Raben scheinen Schnäbel gestisch zu verwenden, vergleichbar menschlichen Handgesten. So zeigen sie anderen Raben Objekte wie Steine oder Zweige, um sie zu orientieren. Das haben Simone Pika und Thomas Bugnyar an Vögeln einer Rabenkolonie im Cumberland Wildpark in Grünau, Österreich, herausgefunden. | ||||||||
| "Zwangsverheiratungen": Wissenschaftler widersprechen der Darstellung durch Familienminsterin Schröder und geben eine Richtigstellung, die hoffentlich auch gelesen wird - wie die plakativen Berichte Anfang November 2011. | ||||||||
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"Döner-Morde" Zur Ausgrenzung durch Sprache ein selbstkritischer Artikel in Spiegel-Online |
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| Zur aktuellen Situation in der Türkei ein Artikel von Wendy Kristianasen in Le Monde Diplomatique | ||||||||
| 50 Jahre Migration aus der Türkei: „Es war gut, dass Sie nach Deutschland und nach Nordrhein-Westfalen gekommen sind. Dass NRW heute ein so starkes, lebendiges und vielfältiges Land ist, das ist auch Ihr Verdienst“ (Integrationsminister Guntram Schneider, NRW. am 14.10.11) |
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OECD Bildungsbereicht 2011: nach wie vor zu geringe Bildungsausgaben in Deutschland (1995 noch 5,1 Prozent des BIP, 2008 nur noch 4,8 Prozent), zu wenig Hochschulabsolventen. Deutschland gehört im Vergleich zu den Schlusslichtern, wenig positive Trends. faz Laut dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden (größten jährliche Haushaltsbefragung in Europa) 2011 kommt beinahe die Hälfte (46%) aller Großstadtkinder in Deutschland aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte in den letzten Generationen. Auf dem Lande sind es 13%. Im Jahr 2010 waren es 31 Prozent. |
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| 1.9.2011: heute Sonderseiten der taz: 50 Jahre türkische Einwanderung | ||||||||
| 30.8.2011: Beginn des Fastenbrechens (Id ul-Fitr) nach Ende des Ramadan im Islam! Allen Muslimen herzlichen Glückwunsch zum Zuckerfest! | ||||||||
| Neues zu Gehirnentwicklung und Zweitspracherwerb | ||||||||
| Neu erschienen: Hoffmann/Leimbrink/Quasthoff (Hg.) Die Matrix der menschlichen Entwicklung. Berlin/Boston: de Gruyter | ||||||||
Loriot, das Genie des Humors, tot: Das ist unglaublich, ein schrecklicher Verlust, auch für die Linguistik. Immerhin kommen Loriots Dialoge der Sprachwirklichkeit sehr nahe, enthalten Interjektionen ("ach was") und sind auch schon analysiert worden (das berühmte "Frühstücksei" z.B. von Rainer v. Kügelgen). "Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist." (Loriot) |
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| Bericht über einen der ersten türkischen Arbeiter in Deutschland in Spiegel Online | ||||||||
22.6.1941: Beginn des Vernichtungskriegs Deutschlands gegen die Sowjetunion - Millionen Tote. Ein Erinnerungsdatum. |
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| Naucz się polskiego: Zu polnischen Migranten und ihrer Integration schreibt Semler in der taz (16.6.), vgl. auch dieser Artikel in der taz. Wo wird eigentlich an deutschen Schulen Polnisch angeboten? Bestehende Abkommen (Nachbarschaftsvertrag) sehen das vor. | ||||||||
| Noam Chomsky Superstar - FAZ-Artikel anlässlich einer Vortragsreihe von Chomsky in Köln | ||||||||
| Die Dortmunderin Yasemin Şamdereli gewann mit ihrem Kinodebut "Almanya" den Deutschen Filmpreis in Silber. Mehr... | ||||||||
| Nach einer Voksabstimmung (54%: Ja) im Kanton Zürich gilt: Schwyzerdütsch ist Unterrichtssprache in den Kindergärten. | ||||||||
| Uni Bayreuth legt Abschlussbericht vor: "Nach eingehender Würdigung der gegen seine Dissertationsschrift erhobenen Vorwürfe stellt die Kommission fest, dass Herr Frhr. zu Guttenberg die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat." (S. 13) | ||||||||
| Duden-Rechtschreibung online zugänglich! | ||||||||
Sarrazin darf in der SPD bleiben – hat er sich Buch geändert, seine Thesen? Kein Kommentar, nur eine Frage: Wie sieht die Migrationspolitik der SPD aus? "Tatsächlich haben wir unsere Mitbürger dazu erzogen, auf den Islam herunterzuschauen" (Altkanzler Helmut Schmidt, ARD, 2.5.2011) |
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Wieder Islamkonferenz am 29.3.11 - noch auf gutem Wege? Es gibt Zweifel... taz, Spiegel, FAZ... der Innenminister hatte ja zuvor behauptret, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, die Muslime schon - nicht leicht zu verstehen... Dazu und zum Journalismus die Glosse von Kübra Gümüsay in der taz. Einen spannenden runden Tisch hat die taz bereitet: "Ein Streitgespräch zwischen Erika Steinbach, Naika Foroutan, Neco Celik und Thomas Brussig über Heimat, "Leitkultur" und die Schwierigkeit, als gleichberechtigter Bürger anerkannt zu werden." |
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| Ausstellung: Orientalismus in Europa. Von Delacroix bis Kandinsky. Kunsthalle Hypo-Kulturstiftung, München, bis zum 1. Mai 2011. Dazu die Orientalismus-Diskussion, ausgehend von den Thesen von Edward Said nachlesen... | ||||||||
| Schauen Sie doch mal ... in den Sprachblog von Anatol Stefanowitsch. | ||||||||
| 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland? Eine Hamburger Untersuchung mit 8000 Probanden lässt das schließen, berichtet die taz. | ||||||||
21. Februar: Tag der Muttersprachen (begründet von der UNESCO) Er sensibilisiert für Minderheitensprachen, die öfter nicht als Schulsprache, Amtssprache oder Publikationssprache anerkannt sind, und dafür, dass viele Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Dazu diese Links. |
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"Plagiat nennt man die gröbste Art von Okkupation, wozu Kühnheit und Unverschämtheit gehört..." (Goethe)
Es geht bei der Diskussion um Plagiatsvorwürfe für die Hochschulen nicht um Politik, sondern um die wissenschaftlichen Standards. Wissenschaft zielt auf neue Erkenntnis durch Forschung. Ihre Ergebnisse sind nur verlässlich, wenn man sich auf die Einhaltung methodischer Standards verlassen kann, wie sie in den Disziplinen ausgeprägt sind. Plagiate sind nicht erlaubt, werden sanktioniert. Es kann nicht mit unterschiedlichem Maß gemessen werden. Leider wird dies in der politischen Diskussion oft vergessen: Man fügt der Wissenschaft in Deutschland erheblichen Schaden zu, wenn für Prominente andere Standards gelten sollen, es sich um lässliche, unabsichtliche Fehler handelt. Offener Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel Kann man sagen: Herr G. hat ein Buch geschrieben, aber er hat es nicht mit Absicht getan? Leider ist die Universität Bayreuth bei der Aberkennung des Titels den leichten Weg - ohne Prüfung der Täuschungsabsicht - gegangen und hat sich damit möglicherweise geschadet. Die Bundeskazlerin, Dr. Angela Merkel, dazu: "Die Entscheidung der Uni Bayreuth liegt auf der Linie dessen, was der Verteidigungsminister vorgegeben hat. Sie macht daher Sinn." (FAZ, 25.2.2011)
Offener Brief der Münchner Wissenschaftler an den bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (Spiegel Online) Weitere kritische Stummen: Spiegel-Online Kommentar von Gregor Walter-Drop in der FAZ.. Zur aktuellen Diskussion wird man die Rezension der Diss. von Guttenberg durch Andreas Fischer-Lescano für die "Kritische Justiz" und dies Wiki zur Kenntnis nehmen müssen: guttenplag. Aber: Es geht weniger um einen Einzelfall, sondern um die Grundlagen wissenschaftlichern Arbeitens. |
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Revolutionen, Umbrüche, Debatten in der arabischen Welt: Hier ist ein Blick auf Al-Dschazīra / al-Ǧazīra oder Al Arabija interessant. In der ZEIT gab es Berichte aus dem Alltag der ägyptischern Revolution, darunter ein Text über den Linguisten Basem Schoiab. Lektüretipp: Alaa al-Aswani (2007) Der Jakubijân-Bau. Basel: Lenos Verlag |
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Ute Andresen zur Verwirrung um die Ausgangsschrift
in der taz. |
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| Braucht man für Zahlen und Mengen Wörter, eine Sprache? In dem Aufsatz "Number without a language model" präsentieren Elizabet Spaepen et al. Belege dafür, Bericht in Spiegel Online. | ||||||||
Mehrsprachige sind
bessere Problemlöser
- ergab eine Studie. Eine
andere: |
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| Pisa macht die Schulen nicht besser: nun auch eine Kritik von erziehungswissenschaftlicher Seite an Pisa, Autor: Hans Brügelmann, in der ZEIT. | ||||||||
| Schlimme Handschrift und überflüssige Ausdrücke bei Studis? Darf man relevant; diesbezüglich; nichtsdestotrotz; adäquat; eigentlich; zum Kern der Sache kommen; auflisten; grundsätzlich; zweifelsohne; bzw.; ohnehin; irgendwie; quasi... nicht schreiben? Thomas Hoeren, Münster, in der DUZ | ||||||||
| 18. Dezember: Internationaler Tag der Migranten "Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2000 den 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migranten ausgerufen. Zehn Jahre zuvor, am 18. Dezember 1990, hatte die UN-Vollversammlung die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen angenommen. Darin heißt es in Artikel 8, dass es Migranten freisteht, "jeden Staat einschließlich ihres Herkunftsstaats zu verlassen." Dieses Recht wird durch einige Ausnahmen - etwa wenn die nationale Sicherheit oder die öffentliche Gesundheit bedroht ist - eingeschränkt. Bislang ratifizierten nur 15 Staaten die Konvention. Deutschland gehört nicht dazu. Rund 200 Millionen Menschen gelten nach UN-Angaben als Migranten. Die Zahl stieg im vergangenen Jahrzehnt jährlich um sechs Millionen und nimmt schneller zu als das Wachstum der Weltbevölkerung." (Tagesschau.de) Dort auch Bericht über die "Malteser Migranten Medizin", die Menschen behandeln, die nicht krankenversichert sind, z.B. "Illegale". |
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| Taz heute - 7.12. - als "Deutschland-Taz" mit interessanten Texten, u.a. von Zaimoglu, Cohn-Bendit... Lesenswert (bis auf das Sarrazin-Interview) | ||||||||
PISA und nichts Neues: Untersucht wurde 2010 u.a. die Lesekompetenz: Deutschland ist weiter im Mittelfeld - bei leichter Verbesserung. In dern Naturwissenschaften und der Mathematik sind die Forschritte größer. Darstellung bei der ARD und Spiegel-Online. |
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In Deutschland ist man weniger
tolerant gegenüber Muslimen als in Nachbarländern?
Und öfter
antisemitisch? Ähnliche Ergebnisse hat auch Prof. Wilhelm Heitmeyer aus Bielefeld in der aktuellen Ausgabe seiner Studien zu "Deutschen Zuständen" erlaten. Hier beunruhigt, dass nun auch in den bürgerlichen Mileus die Islamfeindlichkeit wie auch der Antisemitismus sich im Rahmen eines wachsenden Rechtspopulismus weiter ausgebreitet haben, das Bürgertum "verrohe" Sarrazin lässt grüßen. Die Taz berichtet übder diese Studie. |
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| Studierende im Ausland: Nur Wenige (von 2000 Befragten) fühlen sich von Deutschland als Arbeitsland angezogen, zeigt eine Befragung der Professoren Schwaab und Schäfer (HS Pforzheim). Besonders skeptisch: türkische Studierende, die schon Erfahrung mit Deutschland hatten. | ||||||||
| Integrierte
Deutsche richten einen bemerkenswerten Appell an die Bundeskanzlerin,
gegen die "Verdummung": "In Deutschland leben fast 16 Millionen Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Debatte, so wie sie geführt wird, beschädigt und verletzt uns. Sie beschädigt auch die Motivation unserer Kinder, sich in Deutschland zu integrieren. Wir fordern deshalb von der deutschen Politik, dass sie sich endlich zu uns bekennt" |
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| Deutsche Lehnwörter im Polnischen hat eine Gruppe, initiiert von Andrzej de Vincenz, fortgeführt von Gerd Hentschel, lexikographisch erfasst. | ||||||||
| Eberhard Straub: Nachhilfe für Sarrazin. Ein guter Artikel zu Islam und Europa in der ZEIT. | ||||||||
Freitag, 22.10.2010: Grundsteinlegung
der deutsch-türkischen Universität in Istanbul mit dem türkischen
Präsidenten Gül und dem Bundespräsidenten Wulff. |
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Lehrerin gegen Noten: Sabine Czerny im Interview der Taz "Der Hase vor dem Taj Mahal Mit Weihnachtsgeschichten können viele Schüler aus Migrantenfamilien nichts anfangen. Lehrbücher und Schulen versuchen, auch andere Kulturen einzubeziehen", Lalon Sander in der Taz |
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| Kulturelle Offenheit bei Grundschülern...1000 Erstklässler befragt | ||||||||
| Schon wieder Schulhofdebatte? Die hatten wir 2006, notfalls bitte nachlesen. Neue Aspekte gibt’s nicht. Neue Gründe, das wieder hervorzuholen, vielleicht schon (s. Kommentar rechts). | ||||||||
| Deutscher Buchpreis
für eine Migrantin
und transkulturelle Autorin: Melinda Nadj Abonji, die mit 5 Jahren aus
Serbien, wo ihre Familie zur ungarischen Minderheit gehörte, in die
Schweiz kam. Sie schreibt deutsch und tritt als Musikerin auf. In ihrem
Roman werden "die Dinge [...] beim Namen genannt" (FAZ) Melinda Nadj Abonji: „Tauben fliegen auf“. Roman. Verlag Jung und Jung, Salzburg 2010. |
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"Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland." (Bundespräsident Christian Wulff, 20. Jahrestag der Einheit) Zur unsäglichen Debatte in Presse und Politik fällt einem wenig ein. "Migrationsforscherin Naika Foroutan von der Humboldt-Universität Berlin: "Wenn man Muslime immer wieder mit den Wörtern von Kriminalität, Integrationsverweigerung und Bildungsrückstand, sogar teilweise mit genetischen Defekten und Unzucht in Verbindung bringt, dann ist das etwas, was gefährlich ist." Nach Recherchen von "Report Mainz" bekommen Wissenschaftler, die sich kritisch zu den Thesen Sarrazins äußern, Morddrohungen und hunderte Hass- beziehungsweise Droh-E-Mails." (Spiegel Online) Rechtsextremismus in der Mitte Multikulti "sei absolut gescheitert" sagt die Kanzlerin am 16.10.2010. Nur: Gab es überhaupt so ein Projekt? Und was soll man unter "Multikulti" verstehen? Warum die Abkürzung? Mehr hier. Hilal Sezgin, "Hau den Muslim" Zur Islamdebatte auch: Straub und Bahners, Die Panikmacher (FAZ-Auszug) |
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Das ist wichtig, reklamiert doch die Presse (z.B. Bild und Spiegel) unter Sprüchen wie "das wird man doch noch sagen" dürfen das Recht, Minderheiten zu diskriminieren, rassistische Thesen zu verbreiten und falsch verstandene wissenschaftliche Ergebnisse zu verbreiten. Ist dann bei Springer auch der Antisemitismus kein Tabu mehr? Man wird ja noch fragen dürfen... |
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| Wie kann man eine gute Handschrift lehren?
Bedenkenswerte
Vorschläge von Ute Andresen in der Taz. Gegenüber früher hat sich in diesem Bereich sehr viel geändert, offenbar nicht zum Guten - auch methodischer Dogmatik geschuldet ("Lesen durch Schreiben" und ähnlich fragwürdige Ansätze). Die Problematik der Vereinfachten Ausgangsschrift, die Vorzüge der alten DDR-Schulschrift sieht man heute deutlich. Und hier ist Teil 2. |
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Erinnerung an die Wirklichkeit |
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| Offener Brief deutscher Musliminnen und Muslime an den Bundespräsidenten Christian Wulff (13.9.2010) | ||||||||
| Lehrer mit eigener Migrationsgeschichte als Vorbild und Helfer... spiegel online | ||||||||
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel
hat den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard für
seine Haltung ausgezeichnet: "Das Geheimnis der Freiheit
ist der Mut". Die Muslime feiern heute (9.9.) zum Ende des Ramadan das Zuckerfest - herzlichen Glückwunsch! |
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Türkisch im Hinterzimmer
der deutschen Gesellschaft... |
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Rassismus? Kulturelle Diskriminierung? Medienhype um gestrige Thesen? Zu Sarrazin... Gunilla Fincke vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration stellte am 10.9.10 eine Studie über die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Migranten vor. Entgegen Sarrazin ist der Anteil der Migrantenunternehmer groß. 12 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte sind selbstständig, bei Herkunftsdeutschen sind es mit 14% wenig mehr. Bei Neugründungen liegen Menschen mit Migrationshintergrund sogar vorn. Quelle: taz "Die Bild-Zeitung benutzte Sarrazin wie ein Bauchredner seine Puppe" Gespräch von Eren Güvercin mit Wolfgang Lieb "NachDenkSeiten" auf Telepolis Naika
Foroutan: Wer ist wir? Wie mich die Sarrazin-Debatte zur Verteidigung
der Muslime zwang. |
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Hat der bekannte Biologe Marc Hauser
Daten gefälscht? So steht es in der New
York Times vom 20.8.2010. Vgl. auch den aktualisierten
Wikipedia-Artikel. Oder
diesen Blog. |
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| Neue
Datenbank zu Lehnwörtern in 41
Sprachen "The World Loanword Database (WOLD), edited by Martin Haspelmath and Uri Tadmor, is a scientific publication by the Max Planck Digital Library, Munich (2009). It provides vocabularies (mini-dictionaries of about 1000-2000 entries) of 41 languages from around the world, with comprehensive information about the loanword status of each word. It allows users to find loanwords, source words and donor languages in each of the 41 languages, but also makes it easy to compare loanwords across languages" (http://wold.livingsources.org/ [28.8.2010]). |
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| Von der Mercator-Stiftung unterstützte / geförderte Publikationen aus dem DaZ-Bereich finden sich hier. | ||||||||
| Das Elitestipendium
(300 familienunabhängige Euronen) kommt nun doch noch bundesweit
- aber nur für
sehr wenige... Der Beitrag des Bundes ist sehr knapp. Vor allem bleibt es bei der unseligen Sponsorenkonstruktion. Und bei den unsozialen Effekten, die lange bekannt sind. Schon in NRW war die Erfahrung, dass für Studierende der Geisteswissenschaften oder des Lehramts praktisch nicht gespendet wurde. Das müsste z.B. das Land machen, wenn es denn gute Lehrer will... Die Wissenschaften von Sprache und Kultur, viele international angesehen, müssen besonders gefördert werden. Oder kann bald Lehrer sein, wer einen Gymnasialabschluss hat? |
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Ist
die Universalgrammatik Chomskys doch nicht universell? Haben
Natives Probleme mit komplexeren Sätzen?
Das möchte Ewa Dabrowska belegen. > Link |
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| DeukischeGeneration sammelt Strafanzeigen gegen Bundesbanker T. Sarrazin, der unsägliche - von vielen für rassistisch gehaltene - Thesen vertreten hat wie „Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“ (durch Zuwanderung), aber erstaunlicherweise noch Mitglied der SPD ist. | ||||||||
| Neuausgabe
des Readers "Sprachwissenschaft"
(2010) Das Buch gibt es seit 1996, nun hat sich Einiges geändert. Neuere Theorien im Bereich der Grammatik waren zu berücksichtigen. Spracherwerb und Interkulturalität sind stärker gewichtet. Bachelor-Studiengänge ziehen eine kompaktere Studienweise nach sich, erfordern gleichwohl eine Kenntnis auch der Fachgrundlagen und eigenständiges Erarbeiten von Grundtexten einer Wissenschaft. Eine veränderte Studienorganisation darf nicht dazu führen, den Lernenden Wissen nurmehr in ausgedünnter Form zu servieren. Es wurden die didaktischen Texte und der Anteil von Aufgaben verstärkt, damit ein Einsatz im Studium unterstützt wird. Das Buch wählt weiter den Zugang über klassische Texte, die zu lesen immer lohnt. Neu aufgenommen wurde etwa Leonard Bloomfield, dessen Buch „Language“ zu den bedeutendsten der Sprachwissenschaft gehört. Es werden gegenwärtig diskutierte Ansätze vermittelt (beispielsweise das Verhältnis von Sprache und Kultur (Tomasello (Kap. A), Günthner, Heeschen, Rehbein), die Prototypensemantik (Löbner), die Grammatikalisierungsforschung, (Haspelmath) die Optimalitätstheorie (Müller), die Konstruktionsgrammatik (Goldberg, Tomasello (Kap. F)). |
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| Israel - Palästina - Deutschland - politische Kritik: Streitgespräch Hafets / Kramer in der taz | ||||||||
Der Süden
besser - aber sozial ungerechter! Ein Skandal, auf den wohl wieder
nur mit neuen Texts und nicht mit einer Förderinitiative reagiert
wird |
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| Besser integriert
- mehr Vertrauen? Neue Studie zur Integration Das besagt das neue Gutachten des unabhängigen Sachverständigenrates für Integration und Migration (SVR), das am 19.5.10 vorgestellt wurde. Die Integration sei nicht gescheitert, das Vertrauen zu den Deutsch vergleichsweise hoch. Befragt wurden 5600 Bürger. Die Interviewer sprachen Russisch und Türkisch. Mehr und Statistik bringt die SZ... |
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| Krisengipfel gescheitert Bundesbildungsministerin Annette Schavan stellte nach dem Bologna-Krisengipfel für die nächsten zehn Jahre (!) zwei Milliarden Euro für einen "Qualitätspakt" zur Verbesserung des Studiums und eine "Akademie der Lehre" zu realisieren. Wiederum wird nach dem Vorbild des Marktes ein Wettbewerbsmodell installiert, das am Ende für die Masse und in der Breite wenig brint. So hat der Wissenschaftsrat 1,1 Milliarden Euro pro Jahr (!) zusätzlich gefordert, um die Lehre an den Hochschulen wirklich verbessern zu können. Die nächste Konferenz ist in einem Jahr. Und: die G8-Jahrgänge kommen bald! |
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| Der
Neandertaler und wir: ein Durchbruch für die Anthropologie Die Leipziger Paläogenetiker um Swante Pääbo hat wieder etwas herausgefunden: Im Genom von Europäern und Asiaten finden sich (kleine) Neandertaler-Anteile. Was zeigt, dass es zu Vermischungen der Gruppen (vermutlich in Vorderasien/Europa) gekommen ist, nachdem sie den afrikanischen Ursprungskontinent verlassen haben. Für Afrikaner gilt dieser Befund nicht. Früher wurden solche Beziehungen von den meisten Anthropologen bestritten. Zu 99,7% ist das genetische Material identisch. Noch aber ist dieses Material - gewonnen aus Knochenmehl - nicht komplett entschlüsselt. Wir wüssten gern mehr über die kognitiven Unterschiede, über mögliche Überlebensvorteile, über die Sprachfähigkeit (beide hatten das Gen FoxP2, auch die Neandertaler konnten wohl sprechen). Texte zu den neuen Ergebnissen in Science. Offen ist auch: Warum ist die kleine Gruppe der Neandertaler (ca. 7000-10000 waren es gegen Ende) ausgestorben? |
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| Das Netz als Hölle - Bazon Brock äußert Bedenkliches über Internet, Wissenschaft und Universität | ||||||||
| Wunder gibt es immer wieder ... sang mal Katja Ebstein. So muss man Meldungen werten wie Kroatisches Mädchen erwacht aus dem Koma und spricht fließend Deutsch/Chinesisch ..., die derzeit durch gewisse Medien geistern. Vor solchem Quark schützt ein Studium der Linguistik. | ||||||||
| Studierende
auch im Bachelor arbeiten hart, Stipendien sind für Wenige, der
Bildungsstatus der Eltern ist weiterhin wichtig Das zeigen alle Erhebungen, auch die jüngste des Studentenwerks. Die meisten müssen ja auch noch Geld verdienen. Stipendien wären ein Ausweg, kommen aber bei den Stiftungen eher Betuchten zugute. Die neuen Leistungsstipendien sind dünn gesät, sie erfordern ja eine hälftige Mitfinanzierung durch die Wirtschaft und kommen meist wirtschaftsnahen Fächern zugute, so dass die Lehrerausbildung weitgehend leer ausgeht: Hier müsste deren Hauptabnehmer, das jeweilige Bundesland, kofinanzieren - und zwar spürbar -, wenn es Interesse an an guten Lehrern/Lehrerinnen hat! |
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| Ossi bezeichnet keine ethnische Gruppe - befand das Stuttgarter Arbeitsgericht in einem Diskriminierungsprozess, also könne man so nicht diskriminiert werden (- Ossi hatte ein Arbeitgeber auf den Bewerbungsunterlagen vermerkt). → ARD. Andererseits: jemand wurde unzter der Bezeichnung"Ossi" abgelehnt, also weil sie aus dem Osten Deutschlands kommt. Und das ist keine Diskriminierung? | ||||||||
| Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) sucht die interessantesten Geschichten aus den drei Kulturhauptstädten Europas 2010 Austauschstudierende im Ruhrgebiet sowie deutsche Studierende und Deutschlernende in Pécs und Istanbul können mitmachen! | ||||||||
| Der Linguist Noam Chomsky erhielt am 24. März 2010 in Stuttgart den Erich-Fromm-Preis. Hier ein Interview. | ||||||||
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"Wissenschaftssprache wird hier in einem weiten Sinn verstanden als die Sprache der Lehre an den Hochschulen, der Kommunikation zwischen Forschern auf Kongressen und im wissenschaftlichen Alltag sowie die Sprache der Publikationen mit ihrer je spezifischen Terminologie. Die deutsche Wissenschaftssprache ist ein historisch gewachsenes, traditionsreiches und komplexes Gut. Sie stellt eine essentielle Ressource wissenschaftlicher Erkenntnis und Kreativität dar und gewährleistet die Vitalität der Gemeinsprache sowie die Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse an ein nicht-wissenschaftliches Publikum. (...) In der Vielzahl unserer Förderprojekte wird täglich deutlich, welche Bereicherung es bedeutet, Deutsch als Wissenschaftssprache zu beherrschen. Die sprachliche Identität des Wissenschaftsstandorts Deutschland zu wahren und weiterzuentwickeln ist auch Aufgabe des DAAD selbst in seiner Rolle als weltweit aktiver Mittlerorganisation. Der DAAD verpflichtet sich daher, in der eigenen Kommunikation nach innen wie nach außen darauf zu achten, dass das Deutsche prioritär und das Englische und weitere Fremdsprachen in Ergänzung verwendet werden. Das Ziel der internationalen Verständigung soll auch hier in einer systematischen Mehrsprachigkeit sichtbar werden." Veröffentlicht wurde vom DAAD auch die Broschüre „Die deutsche Sprache in der Welt“. > Zur Aktion des Auswärtigen Amtes "Deutsch - Sprache der Ideen" |
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21. 2. 2010: Internationaler Tag der Muttersprache der UNESCO: Jeden Tag stirbt eine Sprache aus. Frisch erschienen: eine ethnographische
und linguistische Darstellung von Erfahrungen mit der Kultur
der Pirahǎ: Die Sprache Bo ist mit der letzten Sprecherin ausgestorben, berichtet Wissenschaft aktuell. Gesprochen wurde Bo auf den Anadamen im Indischen Ozean, die Sprachfamilie soll auf die Jungsteinzeit zurückgehen. Leider ist vom Bo nicht viel dokumentiert worden (die indische Fortscherin nvita Abbi von der Jawaharlal Nehru University in Delhi hat sich damit befasst) - hoffen wir, dass es anderen kleinen Sprachen besser geht und Feldforscher so viel aufzeichnen, dass das Sysrtem rekonstruierbar bleibt. Wir wissen vergleichsweise wenig darüber, wie sprachliche Urzustände ausgesehen haben. |
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| Wieder einmal diskutiert: Haben Kinder kognitive Vorteile, wenn das Zahlensystem ihrer Erstsprache einfacher aufgebaut ist? Wenn man im Deutsche zwanzig-eins statt einundzwanzig sagen würde? Was aber würde eine Umstellung bedeuten? | ||||||||
| Stottern genetisch? Eine neue Studie hat Belege, dass bei einigen Fällen des Stotterns eine Genmutation zugrunde liegt. Kurzdarstellung auf Wissenschaft Aktuell. | ||||||||
| Bewerbungsschreiben: Diskrimierungen aufgrund des (z.B. türkisch erscheinenden) Namens? (Spiegel online) | ||||||||
| Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz, Ludwig Spaenle (CSU), im Interview der taz zum Schulsystem. Wie sieht er die Zukunft von Jugendlichen mit "Migrationshintergrund"? | ||||||||
| Gerichtssprache in Deutschland ist nicht mehr ausschließlich Deutsch? Berichtet die FAZ. | ||||||||
"Aufklärung ist nicht abgeschlossen" - unter diesem Titel findet sich in der taz vom 29.12.09 ein interessantes Interview mit dem Theologen und Menschenrechtler Heiner Bielefeldt zu Fragen des Islam, der Menschenrechte etc. In Spiegel-Online war am 4.1.10 ein interessantes Interview mit dem Islamwissenschaftler Peter Heine zu "Islam und Gewalt". |
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Am
Gipfel abgestürzt: munter in die Klima- und Bildungskatastrophe Bildungsgipfel am
16.12.2009 - 16 Mrd. mehr, aber die Finanzierung wird erst im Juni
2010 geklärt |
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| Antworten auf (viele) ungewöhnliche Fragen an die Wissenschaft bringt eine Seite der Cambridge University: "The Naked Scientists". Darunter z.B. die Frage "Is Grammar Hard-Wired?" | ||||||||
"Wissen ist der erste Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt" (Titel des Magazins brand eins, 11/2009) Bildungsstreik - war was? Notiz
zur Bildungskatastrophe Zur Bildungskatastrophe gehört auch eine akzeptierende Öffentlichkeit. Sowie zur aktuellen Politik, zu den laufenden Kriegen ein willfähriger ("embedded") Journalismus gehört. Ein Beispiel dafür hat die katastrophale Sendung von Anne Will am 29.11. geliefert. |
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| Buchtipp: LE MONDE diplomatique (2009) Atlas der Globalisierung. Berlin: taz | ||||||||
| OECD-Studie zeigt Skandal: Kinder von Migranten haben schlechtere Berufschancen als andere. Das gilt besonders auch für Hochqualifizierte. Schaut man auf den Namen in der Bewerbung? Weniger Qualifizierte haben nach der OECD-Studie eher Chancen, insofern sie familiäre Netze nutzen können (Job beim Onkel etc.). Im öffentlichen Dienst sind nur drei Prozent der 20 bis 29-jährigen Migrantenkinder - sonst jeder zehnte. Quellen: OECD taz 16.10.09 | ||||||||
| "Die
Sprache in der Bundesrepublik ist Deutsch." Das soll nun ins Grundgesetz (Koalitionsverhandlungen
CDU - FDP). Nach Zweck und Ziel darf gefragt werden. Der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart hatte bereits einen solchen Zusatz im Artikel 22 des Grundgesetzes beschlossen. Amts- und Gerichtssprache ist Deutsch ohnehin (GVG § 184). Was bedeutet das nun für Mehrsprachige? Was für die Schulen? "Der CDU-Beschluss ist die Fortsetzung einer aversiven Politik gegen Einwanderer". Und: "Mein Akzent läge darauf, die Mehrsprachigkeit bei allen zu fördern" sagte Gesine Schwan (SPD) (Spiegel Online). |
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| Bachelor - kein Weg in die Arbeitslosigkeit, zeigt eine Kasseler Studie mit 35.000 Absolventen von 48 Unis und Fachhochschulen des Jahrgangs 2007. Wie Magister- oder Dipolnabsolventen brauchten sie ca. 3 Monate, eine Stelle zu finden; 86% erreichten eine volle Stelle. 3/4 blieben an der Uni (Masterstudium), was clever ist, denn der Verdienst ist dann klar höher. | ||||||||
| Schon lange bekannt, aber doch interessant, was jetzt wieder herausgefunden wurde: Sprachen, die man als Kind gelernt und später durch Nicht-Gebrauch wieder "vergessen" hat, bleiben zum Teil im Sprachwissen. Ein neues Lernen wird daurch besonders in der Aussprache erleichtert. Meldung | ||||||||
| Wahlkampf: Welche Rolle spielt das angebliche "Megathema" Bildung im Wahlkampf, wo ist von Universitäten oder Schulen die Rede? Was lässt das ahnen für die Zeit danach, wenn bezahlt werden muss... | ||||||||
| Diskussionswürdig: Harald Welzer, Die Kultur der Achtsamkeit (taz) - kann man mit dem Staat in seiner jetzigen Verfasstheit die Zukunftsprobleme lösen? | ||||||||
| Der Erwerb des Schreibens wird derzeit viel diskutiert, auch im Blick auf die Unterrichtsergebnisse in manchen Schulen. Über ein interessantes Konzept, das an ältere Traditionen anschließt, berichtet die taz. Die Besonderheite der Schreibtechnik und -ästhetik werden manchmal - wenn es auf Motivation und Eigenaktivität der Lerner ankommt - vergessen. Daher sollte man einschlägige Modelle ansehen, etwa Andresens Atelier für Unterricht. | ||||||||
| Die Oldenburger Pädagogikprofessorin Astrid Kaiser behaptet, Grundschullehrkäfte ließen sich in der Bewertung von den Vornamen der Kinder leiten. Kevin z.B. erzeuge leicht Vorurteile. Interview auf Spiegel-Online. Eigennamen haben m.E eine Bedeutung, sie lösen auch Assoziationen aus. Aber verbindet sich mit ihnen Normalitätswissen <wenn jemand n heißt, ist er zu bestimmten Handlungsweisen disponiert, gehört zur Leistungsklasse K ...>? | ||||||||
| Am 21./22. August 2009 beginnt in diesem Jahr der 29-tägige Ramadan, die islamische Fastenzeit. Einen Einstieg in Informationen zum Islam gibt es auch hier. | ||||||||
Unterscheidung belebt - versus
unbelebt angeboren? |
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NRW noch ziemlich weit hinten
in der Bildung - meint die Initiative Neue soziale Marktwirtschaft
(INSM) |
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| NS-Parolen - entschied der BGH (3 StR 228/09) - sind nur formuliert in deutscher Sprache ("Blut und Ehre"), nicht bei Übersetzung etwa ins Englische ("Blood and Honour") strafbar. Als Linguistik kommt man dabei ins Grübeln... Sprachrelativität des Rechts als Grundlage der Rechtstheorie? Konsequenz aus der These der Nicht-Übersetzbarkeit? Bericht in Spiegel-Online | ||||||||
Mädchen türkischer
Erstsprache sind nach einer Würzburger Studie (Prof. Reinders)
eher selbständiger,
selbstbewusster, autonomer als Jungen |
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| Bekanntermaßen wird das linke und das rechte Seite Sehfeld in der jeweils gegenüberliegenden Gehirnhälfte verarbeitet; ein Mädchen ohne rechte Hirnhälfte kann gleichwohl gut sehen und sich orientieren. Warum ist das so? | ||||||||
| Die Schnalzlaute der NJU, es handelt sich um Implosive (einströmende Luft wird unter der Zunge angesaugt), werden mittlerweile in ihrer hochkomplexen Bildung besser verstanden; Ultraschalldarstellungen zeigen die Bildung und die Möglichkeiten, die weltweit einzigartigen Laute zu variieren. Kurztext. Allgemeines zu Khoisan-Sprachen und anhörbare Sounds finden sich auf Seiten von Cornell. | ||||||||
| ForumSprache ist eine neue Online-Fachzeitschrift für das Lehren und Lernen moderner Fremdsprachen. |
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"Linguamón – Haus der Sprachen
ist eine Regierungseinrichtung, die von der Regierung von Katalonien
ins Leben gerufen wurde und deren Ziel es ist, die Sprachen der Welt
als |
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| "Stiftung
Mercator übergibt neues
Ausbildungsmodul "Deutsch
als Zweitsprache" im Bereich der Lehrerausbildung an Ministerin Sommer" Die Mehrsprachigkeit an Schulen stellt besondere Anforderungen an die Lehrtätigkeit, die in der Lehrerausbildung bislang nicht berücksichtigt werden. Lehramtsstudierende, die im Rahmen des Mercator Projekts "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" als Förderlehrer tätig sind, fühlen sich durch die Unterrichtspraxis besser auf den Schulalltag vorbereitet. Das belegt die Evaluation des Projekts, das die Stiftung Mercator bundesweit seit 2001 mit 10 Millionen Euro fördert. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Mercator gemeinsam mit Vertretern der Technischen Universität Dortmund [Özdil, Hoffmann], der Universitäten Duisburg/Essen und Köln sowie den jeweiligen Zentren für Lehrerbildung ein Modul für "Deutsch als Zweitsprache" (DaZ) entwickelt, das neben der wissenschaftlichen Ausbildung auch einen praktischen Anwendungsbereich als Förderlehrer vorsieht. Heute fand die offizielle Übergabe des Moduls durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, Dr. Bernhard Lorentz an NRW-Schulministerin Barbara Sommer im Ministerium in Düsseldorf statt. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie die Stiftung Mercator werden das Modul jetzt allen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stellen." |
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| Wissen Studenten mehr als Studentinnen? Das besagt ein Test von Spiegel und studivz. Laut Spiegel beantworteten Frauen im Schnitt 21,5 Fragen richtig, Männer hingegen 26,5 Fragen | ||||||||
Vortrag Ludger Hoffmann: "Kommunikative Welten. Vom Potential der Sprache" an der Universität Köln am 28.4.09. Exposé zum Vortrag. |
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| Die Broschurausgabe des "Handbuchs der deutschen Wortarten" ist da (39,95 Euro). | ||||||||
| Workshop mit Holger Diesel / Tibor Kiss am 24.4.09 am KWI Essen (FG "Was ist der Mensch") | ||||||||
| Buch: R. Pörings/U. Schmitz (Hg.)(1999) Sprache und Sprachwissenschaft, Tübingen: Narr [kognitiver Standpunkt, zu empfehlen] jetzt als kostenloser Download | ||||||||
| Hier mal der Hinweis auf einen neuen Lyrikband: Hans Magnus Enzensberger (2009) Rebus. Frankfurt: Suhrkamp. Auch in diesem Band gibt es luftig leichte Texte zu bestaunen, von denen einige Sprache reflektieren (z.B. "Polyglotte Frage auf deutsch"). Lesenswert! | ||||||||
| Studieren am St. Johns College: umfassende Bildung - eine Alternative für Deutschland? (Bericht Spiegel Online) | ||||||||
Richard Münch hat schon 2007 die bemerkenswerte, kritische soziologische Studie "Die akademische Elite" (s. unten) vorgelegt. Nun gibt es ein neues Werk, das sich mit der Umgestaltung der Bildung und der Wissenschaft nach ökonomischen Modellen (aus Unis werden "Quasi-Unternehmen") und Management-Rhetorik ("Kernkompetenz", "Qualitätssicherung") befasst: "Globale Eliten, lokale Autoritäten" (2009) Frankfurt: edition suhrkamp. Letztlich werden durch die aktuellen Entwicklungen als Struktur befestigt. "Mit der Exzellenzinitiative steigt also auch Deutschland in den internationalen akademischen Kapitalismus ein." (2009:191) Seine These zur Bildung unter neoliberalen Vorzeichen:
In Schulen und Hochschulen wird Bildung als Kulturwissen und Fachwissen
wird auf basale Kompetenzen, Menschen auf Humankapital reduziert, daraus
dass das alte Schulsystem an Überkommenem
festhält
- auch bei G8 - wird der Konflikt auf dem Rücken von Schülern
und Lehrern ausgetragen, weite Teile der Unis werden auf Fachhochschuleniveau
geracht, die Eliteunis können fröhlich und ressourcenstark
forschen... |
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| Studie "Nutzung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund – Berufsfelder mit besonderem Potenzial" (Studie von Bernd Meyer) | ||||||||
| Mercator-Projekt Sprachförderung: Studie belegt erstmals: Wirksame Sprachförderung durch Lehrer mit Migrationshintergrund | ||||||||
| Die Sprache Deutsch: Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin, 15.1.-3.5.2009 | ||||||||
| Ein REFERENZRAHMEN ZUR ALTERSSPEZIFISCHEN SPRACHANEIGNUNG (Ehlich/Bredel/Reich Hg.) ist erschienen und auf der Seite des BMBF zu bestellen oder herunterzuladen. Dort finden sich auch einige andere wichtige Texte. | ||||||||
Die UNESCO warnt: Mehr als die Häfte aller Sprachen droht auszusterben. Sie stellt einen Atlas bedrohter Sprachen bereit, in dem suchen kann und Daten bekommt, hier ein Beispiel:
Auch die VW-Stiftung fördert die Dokumentation bedrohter Sprachen. Vor allem in Nord- und Südamerika, in Südostasien, Ozeanien und in Afrika finden sich Sprachen mit nur noch wenigen Sprechern (man schätzt, dass es einige tausend sein sollten, damit die Sprache überlebt); auch in Europa sind schon Sprachen verschwunden und gegenwärtig einige Dialekte wie Friesisch bedroht. "Unesco-Generaldirektor Koichiro Matsuura sagte anlässlich
des Internationalen Tages der Muttersprache in Paris, die Sprache mache
die Identität einer Person aus. Wenn sie sterbe, "verschwindet
eine Sichtweise, die Welt zu betrachten.“ Der Vorsitzende der Generalsversammlung
der Unesco, Musa Bin Jaafar Bin Hassan, forderte, es müsse alles
getan werden, damit auch wenig verbreitete Sprachen neben den großen
Sprachen dieser Erde existieren könnten. Es sei aber schwierig,
sich „der Flut der Globalisierung“ entgegenzustellen, die
Englisch und damit der gesamten angelsächsischen Kultur eine dominante
Position verleihe (...) Laut Unesco sind im Internet mehr als zwei Drittel
aller Websites auf Englisch verfasst. Auf Platz zwei folgt Deutsch mit
immerhin sieben Prozent. Französisch, Japanisch und Spanisch kommen
dagegen nur auf drei Prozent. Dagegen seien 90 Prozent der 6000 Sprachen
weltweit im Internet überhaupt nicht vertreten. Vor allem bei Sprachen,
die ausschließlich gesprochen werden, sieht die UNESCO die Gefahr,
dass diese über kurz oder lang verschwinden könnten. Dies betrifft
der Organisation zufolge ein Fünftel aller Sprachen, davon ein beträchtlicher
Teil in Afrika, wo es rund 2000 verschiedene Sprachen gibt. |
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| Krise und Migration: Interview mit Migrationsforscher Klaus Bade in der taz | ||||||||
Englisch in der Grundschule sinnlos?
Sagt Spiegel-Online.
Eine Studie des Ministeriums (April 2009) dazu gibt es hier.
Und Herkunftssprachen in Schulen als Entwicklungsmotor... das belegt eine aktuelle englische Studie. |
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| Interview mit Chomsky zu Obama im Rheinischen Merkur | ||||||||
Erleichtert Zweisprachigkeit die Integration? Debatte im FAZ-Net Und: Wie ich Deutsch lernte von Feridum Zaimoǧlu |
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| "Dummschwätzer" nicht strafbar - unter bestimmten Umständen. Bundesverfassungsgericht entscheidet pragmatisch. | ||||||||
| Deutscher
Schulpreis 2008 für die Wartburg-Grundschule
in Münster Gievenbeck! Herzlichen Gückwunsch! Mit dem "Deutschen Schulpreis" werden seit drei Jahren jedes Jahr die besten deutschen Schulen von der Bosch-Stiftung ausgezeichnet. 2007 wurde der Hauptpreis an die Staatliche Integrierte Gesamtschule in Hildesheim vergeben, 2006 erhielt ihn die Dortmunder Grundschule Kleine Kielstraße. |
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Zum 80. Geburtstag von Noam
Chomsky am 7.12.2008 gratulieren wir! Bei aller Kritik an
Universalgrammatik, Ausblendung der Funktionalität von Sprache
etc., versteht sich. Aus der Presse: |
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Türkisch an deutschen Schulen! |
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Schon wieder Pisa - und keine "Bildungsrepublik" (Kanzlerin
Merkel) |
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| Yașar Kemal über Literatur und die Welt (Wer YK nicht kennt und die Türkei verstehen will, muss ihn lesen!) | ||||||||
| Was sagen uns 4000 Jahre alte Keilschrifttafeln heute? Interview in "Wissenschaft aktuell" | ||||||||
| "Das Deutsche Institut für Menschenrechte will den Begriff "Rasse" aus deutschen Rechtsvorschriften streichen", berichtet die taz. Das erscheint sinnvoll, weil seit vielen Jahren klar ist, dass Rasse wissenschaftlich betrachtet keinen Sinn ergibt, insbesondere nicht vor dem Hintergrund der modernen Genetik. Man mag z. B. den italienischen Genetiker Cavalli-Sforza anführen, dessen studien zum Zusammenhang von genetischen, sprachlichen, entwicklungsgeschichtlichen Daten für Bevölkerungsgruppen gezeigt haben, dass die genetischen Differenzen innerhalb einer menschlichen Gruppe - früher als "Rasse" kategorisiert) - viel bedeutender sind als zwischen diesen Gruppen. Vgl. mein ABC. Aber: Ändert sich was dadurch? Wird nicht länger in solchen Formen kategorisiert? | ||||||||
| Neues
NRW-Projekt „Mehr Lehrkräfte
mit Zuwanderungsbiographie“ Koordination: Dr. Antonietta P. Zeoli (früher Uni Dortmund) Die Aufgaben des Netzwerks sind unter anderem: * Information über und Werbung für den Lehrerberuf in Oberstufenklassen oder im Rahmen der Berufsberatungstage an den Studienseminaren im Land NRW, * Öffentlichkeitsarbeit – wie z.B. Werbung für das Anliegen auf pädagogischen Fachtagungen, * Beratung und Begleitung von Lehramtsstudierenden oder Referendar/-innen, * Information von Eltern und Migrantenselbstorganisationen, * Organisierung von fachlichem Austausch über Erfahrungen im Schulsystem. |
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| Bundesweiter Einbürgerungstest ab 1. September 2008... Sinnvoll? Gute Fragen? Verschaffen Sie sich ein Bild, z. B. hier (taz) | ||||||||
Neue Umfrage der "Gesellschaft für deutsche Sprache": Wie denken Deutsche über ihre Sprache, Dialekte, Fremdsprachen? 65% glauben an einen "Sprachverfall", sogar viele Jüngere.5% sind immer noch gegen die Rechtschreibreform. Welche Einstellungen haben sie etwa zu einzelnen Dialekten? Sächsisch ist weiterhin besonders unbeliebt. 63% sagen, dass sie einigermaßen gut Englisch sprechen und verstehen könnten, 18% Französisch, 9% Niederländisch, 6% Russisch und Spanisch.53% finden, Deutsch sollte (als verbreitetste Sprache in Europa) in der EU eine größere Rolle spielen. Kinder sollten vor allem Englisch (98%), Französisch (48%), Spanisch (32%), Chinesisch (19%!) lernen - leider sind nur 5% für Türkisch, was mit unserer Schulpolititk zusammenhängt. |
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| Privatisierungsreport der GEW | ||||||||
| Erfahrungen mit dem Studium in Istanbul bringt Spiegel Online. | ||||||||
| Kopftuchverbot
an Unis in der Türkei durch das
Verfassungsgericht wieder in Kraft gesetzt (5.6.08)! Zur Vorgeschichte: Constanze Lesch, "Wenn es um Freiheit geht, gibt es keine Ausnahmen", auf Perlentaucher.de |
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| Deutsche-Türkische Universität in Istanbul am 30.5. gegründet! | ||||||||
| Mehrsprachigkeit hält länger jung - ergab eine Studie an 800 SenorInnen in Tel Aviv. (Wissenschaft aktuell) | ||||||||
| Netz gegen Nazis | ||||||||
| Neandertaler doch mit dem Potenzial einer Stimme? So berichtet der New Scientist über Forschungen (und Spekulationen?) von Robert McCarthy | ||||||||
| Das "Texas German Dialect Project" untersucht das Deutsch von ins zentrale Texas Eingewanderten und stellt auf seiner Homepage interessante Materialien und Tondokumente bereit. | ||||||||
| Globales Englisch lehren? Spiegel-Online Interview mit B. Seidlhofer, Wien, | ||||||||
***Sensationell für Linguisten: The World Atlas of Language Structures online |
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Aus einer stern-Forsa
Umfrage (9/2008): |
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| Was Professoren so tun... Ergebnisse einer Umfrage | ||||||||
| Die Hertie-Stiftung bietet ein Stipendium für Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund. | ||||||||
Brauchen
wir türkische Schulen? Die nunmehr verabredete deutsch-türkische Universität wird zunächst vier Fakultäten umfassen. Man kann in Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften, Wirtschafts-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften Bachelor-, Master- oder Doktor-Titel erwerben, die in beiden Staaten anerkannt werden. Zugangsvoraussetzung ist unter anderem ein bestandener Deutsch-Test, der Unterricht wird in Deutsch und Türkisch sein. |
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| Neues Bucerius Ph.D. Stipendienprogramm für Migrationsstudien | ||||||||
Kosten mangelnder
Förderung beziffert |
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Jahr der Geisteswissenschaften 2007 Ein Jahr für die Informatik, ein Jahr für... aber nur ein Jahr für alle Geisteswissenschaften. Ihre Fächer sind noch immer international angesehen, leisten in der Ausbildung viel und kosten wenig. Sogar Einzelne können herausragende Leistungen bringen, z.B. ein bahnbrechendes Buch oder einen revolutionären Aufsatz schreiben. All das gilt aber (mit Absicht?) heute nicht als "exzellent". Exzellent sein können offenbar nur teure Großprojekte - vorzugsweise aus den Natur- oder Technikwissenschaften. Sehr gute Artikel
zu den Geisteswissenschaften hat die Beilage zu "Das
Parlament" 46/2007 (November). Vortrag
zum Jahr der Geisteswissenschaften (Münster 20.4.07) Wie viel Grammatik
braucht der Mensch - und welche? dazu auch: Interview Deutschlandfunk (15.11) zur Jahrestagung der Forschungsgruppe "Was ist der Mensch?" |
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PISA und IGLU - neue Untersuchungen 2007: Nichts Neues unter der Sonne, wann endlich wird umgedacht, wann individuell gefördert (statt ausssortiert), wann kommt Geld ins System, wann werden die Ressourcen der Lehrerausbildung verbessert? Wollen wir uns wirklich die Reduktion der Bildung und des Fachwissens auf basale Kompetenzen leisten? Wer geht an die Paradoxien heran (Kompetenzorientierung versus Fachwissen, G8 bei gleicher Stofffülle, Dreigliedrigkeit vs. Vergleichsstandards, Ausschluss größerer (bildungsfernerer) Gruppen ... PISA: Beim Leseverständnis und der Mathematik-Kompetenz sind deutsche Schüler/innen weiter im Mittelfeld, verbessert zeigen sie sich in den Naturwissenschaften (Platz 13 - da ist man schon froh...) IGLU: Bei der Grundschulstudie IGLU belegt Deutschland
auch diesmal Rang 11 unter 35 Nationen, die Lesekompetenz erscheint erfreulich. Aber: Migrantenkinder und Kinder unterer Schichten haben weiter große Probleme, fürs Gymnasium empfohlen zu werden! Hans Brügelmann in der ZEIT vom 19.12.07
(Leserbrief): |
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| Das Babel-Quiz | ||||||||
| Elite? "Elite", das sind - wenn man das Wort überhaupt benutzen will - allenfalls Personen, herausragende Wissenschaftler, dier es an allen Unis gibt. Bilden Institutionen eine "Elite", erhalten sie Privilegen und drohen im Ruhm zu erstarren. US-Spitzenunis haben keinen solchen Namen. Unis, die auf Basis eines fragwürdigen Verfahrens 06/07 "Eliteunis" geworden sind: Aachen, FU Berlin, Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz. Aber: Auch an den Unis, die sich jetzt als Mittelmaß betrachten können, gibt es zahlreiche Spitzenforscher. Bezeiht man die Zahl der Publikationen pro Mitarbeiter ein, bekommt man ein völlig anderes Bild von Exzellenz, das zeigt der Soziologe Richard Münch in seiner bemerkenswerte Analyse der Exzellenzwettbewerbe und der Situation der Hochschulforschung: Richard Münch (2007) Die akademische Elite. Zur sozialen Konstruktion wissenschaftlicher Exzellenz. Frankfurt: Suhrkamp Interview mit Richard Münch in der taz Interview mit Richard Münch im Spiegel |
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| Wissenschaftler am Leipziger Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie (Krause/Pääbo) haben anhand eines Skeletts aus Spanien nachgewiesen, dass auch die Neandertaler das für die sprachliche Artikulation und Feinsteuerung erforderliche Gen FOXP2 aufwiesen. |