***Aktuelles
von Gestern*** |
*HERTIE-Stiftung fördert begabte Schüler aus Zuwanderergruppen mit Stipendien |
| Neuere Erkenntnisse zum Verhältnis Sprachentstehung - Musikalische Entwicklung (+ Emotionalität) sind hier journalistisch zusammengefasst. |
| "Junge Forscher riskieren nichts?" Interessantes Interview mit Nobenpreisträger Hunt in der taz. |
| Ergebnisse des Wettbewerbs "Das <schönste> bedrohte Wort": 1. Kleinod 2. blümerant 3. Dreikäsehoch 4. Labsal 5. bauchpinseln 6. Augenstern 7. fernmündlich 8. Lichtspielhaus 9. hold 10. Schlüpfer. Natürlich ist das eher ein Spaß, beruht nicht auf Daten. |
| Diskussion um die Lehrerausbildung: Gutachten der Baumert-Kommission liegt jetzt vor. |
| In Deutschland leben 15,3 Mill. Menschen mit Migrationshintergrund. Weitere aktuelle Daten des Statist. Bundesamtes. |
| Defin-Test zur Sprachförderung in der Diskussion. Hier die Homepage mit Video. |
1000 Erstsemester der Germanistik
an den bayerischen Universitäten unterzogen sich im Wintersemester
2006/07 einem Grammatiktest. |
Neues
Befristungsrecht für Arbeitsverträge in der Wissenschaft |
| Wo kommen die Runen her? Theo Vennemann hat neue Ideen dazu. |
| Von Mäusen und Menschen... informativer Artikel von M. Grefrath |
| Sprachbiographisches... in einem Artikel von Anna Steegmann in der taz |
Gutachten
des Aktionsrates Bildung 2007 (= Gruppe
von Erziehungswissenschaftlern + Ökonomen!): Man achte auf
die Folgerungen unter 12, auf die weitere Bürokratisierung und
Regulierung, auf die private Leitung, auf die Ablehnung des
Humboldtschen forschenden Lehrens/Lernens, die Einführung
immer neuer Tests (PISA war ja zu schön für manche). An
den Unis abschaffen, was das Wertvollste ist? Schüler und Lehrer
komplett privaten Trägern unterstellen? |
| Amartya Sen: Der Missbrauch der Kulturen (gegen die Kampfthesen), in: le monde diplomatique 9.2.2007 und das Buch: (2007) Die Identitätsfalle. München: Beck. Der Nobelpreisträger setzt an bei den verschiedenen Identitäten, die ein Mensch haben kann... |
| Interview mit Noam Chomsky zum Nahen Osten in der taz |
Literaturtipp zum Jahresende: Hasan
Ali Toptaş schreibt eine schöne klare Sprache
(auch noch übersetzt sichtbar). Sein Roman "Die
Schattenlosen" ist empfehlenswert. Er hat vier Romane
veröffentlicht. 2006 erhielt er den Orhan-Kemal-Preis, dem wichtigsten
Literaturpreis der Türkei. >Türk.
Seite. |
| Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das Wort Fanmeile zum Wort des Jahres 2006 gewählt. Es folgen Generation Praktikum und Karikaturenstreit. Das ist ungefähr so originell wie die Wahl von Bundeskanzlerin letztes Jahr. |
| Deutschlands beste Schule ist die Grundschule Kleine Kielstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier werden Kinder aus vielen Nationen/mit unterschiedlichen Erstsprachen so gut unterrichtet, dass die Schule mit dem Deutschen Schulpreis 2006 ausgezeichnet wurde. Mehr auf der Seite der Bosch-Stiftung. |
| Die Zahl der Studienanfänger ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gesunken. An den Universitäten sind es fünf Prozent weniger. Kommende Gebühren? Orts-NCs? Berufsaussichten? Was mag der Grund sein? Dass die Unis bessere Lehre, mehr Angebote und vor allem mehr Personal und Betreuung brauchen - zumal in den Geisteswissenschaften - steht außer Frage. |
| Welches Studium verlangt am meisten? Eine englische Studie gibt Zahlen, zeigt aber auch Unterschiede zwischen Unis. |
| 25.10.06 Hochschulfreiheitsgesetz in NRW verabschiedet. Die Hochschulen sind nun Körperschaften des öffentlichen Rechts und keine staatlichen Einrichtungen mehr - mit allen Konsequenzen, darunter Insolvenz. Neu: ein Hochschulrat, der zum Großteil von außerhalb der Hochschule besetzt wird. Liegenschaften gehören den Unis aber nicht, Insolvenz ist möglich. Wer bestimmt die Strategie? Wie frei werden die Unis wirklich sein? Können sich Geisteswissenschaften behaupten? Woher kommt in 10 Jahren das Geld? |
| Zweisprachige Menschen nutzen die Möglichkeiten ihres Gehirns besser als Einsprachige - so fanden Laura-Ann Petitto et al. (Dartmouth) heraus, die zehn einsprachige und zehn zweisprachige Probanden hinsichtlich ihrer Gehirnaktivität verglichen. Sprachen: nur Englisch oder Englisch und Spanisch. Die Ausführung von Aufgaben wurde mittels Nahinfrarot-Spektroskopie registriert. Bei den Einsprachigen wurde das Broca-Areal und der linke Dorsolaterale Präfrontalcortex (DLPFC) aktiviert, bei den Zweisprachigen im Sprachenwechsel auch das Pendant zum Broca-Areal und zum DLPFC in der rechten Hemisphäre. Andere Untersuchungen haben derartige Effekte für musikalische Aktivitäten gefunden (Wilfried Gruhn, Musikhochschule Freiburg). |
| Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hat wieder eine weltweite Rangliste der Pressefreiheit angefertigt: Deutschland liegt nur auf Platz 23, die USA gar auf Platz 53. Für viele sind die Medien heute die zentrale demokratische Kontrollinstanz... |
Unterschicht? Prekariat?
Das alte latent revolutionäre Proletariat? |
Nobelpreis für Orhan Pamuk - ein sehr guter Grund, Pamuk zu lesen, z.B. "Schnee"! Perlentaucher-Links |
| Der Rat für deutsche Rechtschreibung votiert gegen das aktuelle Duden-Wörterbuch, das sich bei Varianten (i.S. der Verlage offenbar) für eine entscheidet und damit normiert. "Es ist nicht Intention des Rates für deutsche Rechtschreibung, dass vom Rat beschlossene Varianten in den allgemeinen Rechtschreibungswörterbüchern durch Empfehlung nur einer Variante eingeschränkt werden." Vgl. (den Pudding) kalt stellen versus (den Konkurrenten) kaltstellen, wo das einen Unterschied macht, anders als bei blank putzen / blankputzen. |
| Die Bildung fällt weiter zurück in Deutschland, sagt die OECD. Es fehlt an Geld - das kann man auch aus Unisicht nur unterstreichen. |
| Säuglinge verarbeiten schon mit 3 Monaten ganze Sätze - allerdings ohne den Sinn zu verstehen, so Ghislaine Dehaene-Lambertz vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale in Orsay, Magnetresonanztomgrafien zeigten, dass das Broca-Zentrum in einer Weise aktiv wird, wie dies bei Erwachsenen der Fall ist. |
| In der taz zeigt Haucke Brinckhorst, wie aus informellen Beschlüssen der mächtige Bologna-Prozess (Bachelor/Master) wurde, dem sich nur Juristen, Mediziner, Apotheker entziehen konnten... |
| Kopftuchstreit: Wo Nonnen in Ordenskleidung unterrichten dürfen, sei das Verbot "religiöser Bekundungen" wie mit dem Kopftuch nicht durchzusetzen, so ein Urteil Stuttgarter Verwaltungsrichter, gegen das keine Berufung zugelassen wurde. Die Lehrerin war seit 1973 im Schuldienst und trägt seit 1995 eine Kopfbedeckung. Sie trat 1984 zum Islam über. Das baden-württembergische Schulgesetz verbietet seit 2004 das Tragen religiöser Symbole. |
| Neue Seiten zur Hochschullaufbahn (im Format Wiki) |
| Die Kölner Linguistin Prof. Riehl im taz-Interview zur Mehrsprachigkeit, Rolle des Türkischen in Deutschland etc. |
| Neue OECD-Studie: Das deutsche Schulsystem hat bei der Förderung von Migrantenkindern eklatant versagt. In fast allen anderen Industriestaaten - auch in klassischen Einwanderungsländern wie Kanada, aber auch in der Schweiz - ist es erheblich besser gelungen, die Kinder zu integrieren. Deutschland ist wieder im letzten Drittel - nur: Wer tut was dagegen? Wer investiert endlich in Förderung, in neue Konzepte des Unterrichts, insbesondere im Fach Deutsch? |
| Die Studie DESI hat Ergebnisse zu Schülerleistungen im Englischen und Deutschen (Klasse 9) vorgelegt. Das sieht - von der Hauptschule abgesehen - gar nicht so schlecht aus, auch nicht für Jugendliche nicht-deutscher Muttersprache im Englischen. Deren Problem ist allerdings der deutsche Wortschatz, an dem dringend im Unterricht zu arbeiten ist. |
| Die re-reformierten Rechtschreibregeln wurden am 2.3.06 von den Kultusministern verabschiedet. Dokumentiert sind die neuen Bestimmungen auf den Seiten des Rechtschreibrats, eine Kurzfassung gibt's hier. |
| Deutsch-Zwang auf dem Schulhof? Ein Beitrag
von mir zur Diskussion, inzwischen in den März/April-Ausgaben
der Zeitung "Schulverwaltung" erschienen (vgl. auch UNIZET
3/4 2006). Dazu auch DIE
ZEIT vom 16.2.06, die mein Plädoyer für schulische
Mehrsprachigkeit nach einem Gespräch aufgegriffen hat. Ein Interview zu Fragen der Mehrsprachigkeit mit Jürgen Meisel (Linguist, Uni Hamburg) und Elsbeth Stern (Pädagogin, Max-Planck) in der ZEIT vom 2.3.06 ist auschlussreich. Harte Beweise für die Position von Frau Stern sind mir übrigens nicht bekannt. |
| US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sieht das Problem der US-Regierung im "Krieg gegen den Terror" in der Medienkompetenz des Gegners |
| Ein herausragender Generationenroman, der polnische und romanische Migrations ins Ruhrgebiet darstellt, ist "Das Haus auf meinen Schultern" von Dieter Forte (Fischer (Tb.), Frankfurt 2003). Sehr empfehlenswert! |
| Karte interkultureller Vorurteile |
| Hätten Einstein oder Wittgenstein in heutigen Unis eine Chance? Nein, meint der Philosoph Julian Nida-Rümelin in der NZZ vom 28.12.05. |
| Tagung der Forschungsgruppe "Was
ist der Mensch" Essen 5. und 6.12.2005 "Was macht den Menschen zum Menschen, was den Affen zum Tier?" |
| Schöner Artikel in der taz: Arabisch lernen |
| Die Zeitschrift Gehirn und Geist hat im Heft 9/2005 interessante Artikel zur Sprache, insbes. ein Interview von A. Lessmöllmann mit Daniel Everett, in dem es um das Pirahá geht, in dem nicht gezählt wird und Pluralformen fehlen. |
| Tipps zum Lernen von Fremdsprachen gibt die Sprachlehrforschung der Uni Hamburg. |
Friedenspreis des dt. Buchhandels für Orhan Pamuk? Ein guter
Grund, einen seiner bemerkenswerten Romane zu lesen, z.B. den neuesten,
sehr poetischen: "Schnee". |
Ehrenmorde? |
| Auf dem Frankfurter Kongress "Sprachförderung für türkeistämmige
Bürger in Europa" erklärte der Hess. Ministerpräsident
Koch, Türkisch könne demnächst als "normale Unterrichtssprache" angeboten
werden. Das wäre sehr gut und ist lange überfällig. |
| Prügel statt Küsse...? Koreanisches Missverständnis? (taz-Bericht) |
| Schrift Das Rätsel der Inka-Knoten (Quipus) und ihrer Bedeutung ist nach Gary Urton und Carrie Brezine (Harvard University) offenbar so zu lösen, dass damit Verwaltungsaufgaben (Zahl der Arbeiter, der Felderträge, der Haustiere etc.) bewältigt wurden. Eine genauere Entschlüsselung fehlt aber noch immer, es gibt keinen "Stein von Rosette"(Science). Viele der erhaltenen Schnüre sind im Berliner Ethnologischen Museum (Berlin-Dahlem) zu sehen. |
| Und wieder PISA - jetzt aus 2003. Bayern ist mit seinen wenigen Abiturienten vorn, NRW mit vielen sozialen Brennpunkten ziemlich am Ende. Die Testaufgaben bleiben problematisch- wir haben keine guten Tests für Sprachfähigkeit. Eine differenzierte Auswertung liegt derzeit noch nicht vor (Wahlkampf). Beispielaufgaben hier laden (2.8. MB Zip-Datei) |
| Workshop "Pragmatik und Sprachlehrforschung" an der Uni Dortmund: 1. und 2. Juli 2005 Programm |
Vortrag: Ellipse im Text.
15. März 2005, 15.00, Stadthaus, Mannheim. Jahrestagung
des Instituts für deutsche Sprache. Folien hier. |
Studiengebühren? Ein Zwischenruf von Narr und Grotian und ein Artikel zur Lage in Österreich nach der Einführung |
Vortrag am
2.2.05 um 9 Uhr: Forschungstage Harenberg Center (am Bahnhof DO), Amphisaal: "Was
ist der Mensch?" |
Die ZEIT hat einen guten
Artikel über die Forschungen zu rechts/links in den
Sprachen der Welt. |
Pragmatik-Workshop 14.+15.1.2005
in Münster (Kooperation Hamburg-Münster-Dortmund) > Programm + Vortrag Ellipse (Sa
13.00) |
1. Wiss. Konferenz der
Interdisziplinären Forschungsgruppe "Was ist der Mensch?
Kultur - Sprache - Natur" am 06. und 07. Dezember 2004 am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen Programm |
...Pisa, die zweite. Wie erwartet
schneiden deutsche Schulen auch diesmal schlecht ab, obwohl in einigen
Bundesländern ähnlich wie in den Niederlanden dafür geübt
worden war: 18. Platz in Naturwissenschaften (vorne: Finnland, Japan.
Hongkong), 19. Platz in Mathematik - (an der Spitze: Finnland, Korea,
Niederlande), 21. Platz in Lesen/Textverständnis (- wie immer das
gemessen sein mag), hier liegen Finnland, Südkorea, Kanada vorn.
Geändert hat sich im deutschen Bildungssystem ja
auch - außer großen Reden - wenig. Mehr Test, Bildungsstandards,
aber auch Unterrichtsausfall, Lehrermangel, große
Klassen, kein Geld, keine gute, flächendeckende Reform der Lehrerausbildung.
Niemand will wirklich investieren. Es bleibt bei der
deutschen Bildungsmisere, wie auch der 2004-Bericht der OECD zeigt. Zusammenfassung des
Forschungsministeriums (pdf). Einige Pisa-Fragen gibts hier. |
| Der Deutsche Sprachrat und das Goethe-Institut sowie einige Promis haben
aus fast 23 000 Vorschlägen das schönste deutsche Wort (Was
heißt hier schön?) gewählt, aber nicht das meist
vorgeschlagene Lieben, sondern die Habseligkeiten, weil
das Wort irdischen Besitz und die im Leben unerreichbare Seligkeit verbinde.
Dass ein "sprechendes Wort" das Rennen gemacht hat, ist schon
interessant - im Blick auf die besonders im Strukturalismus vertretene "Arbitrarität" des
Zeichens. Auf den weiteren Plätzen: Geborgenheit, Lieben, Augenblick,
Rhabarbermarmelade. Beim Lieben hat sicher der Bezugsbereich
den Ausschlag gegeben, im Fall der Rhabarbermarmelade letztlich
sicher die silbisch-rhythmische Struktur des Wortes. Die Kinder wollten
mehrheitlich das Wort Libelle: "weil ich Wörter mit
dem Buchstaben 'l' liebe und dieses Wort sogar drei davon hat. Das Wort
lässt sich irgendwie so leicht sprechen. Das flutscht so auf der Zunge.
Aber ich finde auch, dass Libellen so schön flattern, und genau das
erkennt man auch in dem Wort. Das Wort macht, dass man diese Tiere von
Anfang an mag und keine Angst vor ihnen hat. Würde das Tier 'Wutzelkrump'
oder so heißen, dann wäre das nicht so" (Sylwan Wiese,
10 J.). Jutta Limbach (Hg.)(2005) Das schönste deutsche Wort. München: Hueber |
Vortrag "Pragmatische Grundlagen grammatischen
Lernens" • Tagung Funktionale Pragmatik" (Universität
Hamburg) 15.7.-17.7.2004, Aby-Warburg-Haus, Heilwigstr.116 |
Forschungsgruppe "Was ist der Mensch" /
Forschungskolloquium: Prof. Dr. Ludger Hoffmann "Auf der Suche nach den Universalien der menschlichen Verständigung" Mittwoch, den 23. Juni 2004, 16.00 - 18.00 Uhr im Raum 3.110 |
Zweisprachigkeit sorgt auch im Alter
für intellektuelle Leistungsfähigkeit im Bereich der "flüssigen
Intelligenz" - Ellen Bialystok von der York University/Toronto und
ihre Kollegen haben das in einer größeren Studie herausgefunden. |
Auftaktveranstaltung: Forschungsgruppe "Was ist
der Mensch?" 1.6.2004 Erich- Brost-Institut, 17.30 Uhr |
Betr. Wissenschaftsjournalismus - Angew.
Sprachwissenschaften |
Leserbrief zum FAZ-Artikel vom 8.5.2004 "Ihr geht alle in die Medien" (pdf) Wie andere kritische Briefe wurde auch dieser von der FAZ nicht gedruckt - lehrreich! |
Das Deutsche Wörterbuch von Jacob /Wilhelm Grimm,
nach wie vor wertvoll und unübertroffen, gibt es dank der Uni Trier im
Netz und offline bei Zweitausendeins als
CD-Rom für Win und Mac. |
Sätze, die wahr, falsch oder sinnlos sind werden
offenbar von Gehirn in gleicher Weise und gleich schnell verarbeitet.
P. Hagoort vom "Donders Centre for Cognitive Neuroimaging" untersuchte
dies mit Personen, die mit Sätzen wie >Niederländische Züge
sind gelb / weiß / sauer< konfrontiert waren. Was heißt
das aber? Eine gemeinsame Verarbeitung auf der Folie von Sprach- und
Weltwissen? In das Verstehen ist eine Wahrheitsabfrage bereits eingebaut? |
Interview
mit Noam Chomsky zu politischen Fragen in der taz vom 15.3.2004.
Dort auch ein kleiner Hintergrundtext. |
Vortrag: "Funktionaler Grammatikunterricht" (Jahrestagung
der Dt. Gesellschaft für Sprachwissenschaft an der Univ. Mainz,
Donnerstag 26.2.04, 11.30) Rahmenthema der Tagung: Linguistik in der
Schule. |
Schon wieder: Deutschlands Schüler schwächeln.
Neue EU-Bildungsstudie, hier
ein Pressebericht. Warum ist so viel die Rede von Rankings, Tests
und weniger von der Verbesserung des Bildungswesen, mehr Lehrkräften,
mehr Förderung, mehr Deutsch als Zweitsprache, auch an den Hochschulen?
Weil das was kostet. Viel mehr, als die Millionen für das Testen. |
Die Bildungsstandards
der Kultusminister (Deutsch, Mittlerer Abschluss) |
Workshop "Deutsch und andere Sprachen" in
Hamburg: 23.+24.1.04 (Kooperation Hamburg-Münster-Dortmund) Vortrag: "Universalien der menschlichen Verständigungsfähigkeit" > Zum Programm |
Unwort des Jahres 2003 gewählt: Tätervolk. Aus
der Hohmann-Rede (s.u.) |
Die Ruhr-Universität Bochum veranstaltet am 19.1.04
ein fächerübergreifendes Kolloquium über "Das deutsche
Zahlenaussprechsystem". Der Mathematiker Gerritzen schägt vor,
im Deutschen Zahlen wie 21 analog zum Englischen zu sprechen, also" zwanzig
eins". Das sei den deutschen Mathe-Leistungen förderlich.Vergleichen
Sie doch mal die Situation in weiteren Sprachen... |
Während die Unis - besonders die Geisteswissenschaften
- an Geld- und Personalmangel zugrundegehen, werden Elite-Unis diskutiert.
Dazu das Interview mit
dem Germanisten Jost Hermand, der die US-Situation gut kennt. |
Ein wichtiges Thema in der Uni-Ausbildung ist das wissenschaftliche
Schreiben (Hausarbeit, Mitschrift, Thesen, Exzerpt
etc.). Die Schule bereitet wenig darauf vor. Empfehlenswert dazu:
K. Ehlich/A. Steets (Hg.)(2003) Wissenschaftlich schreiben - lehren
und lernen. Berlin: de Gruyter, ferner A. Redder (Hg.)(2002) Effektiv
studieren. OBST-Beiheft 12. Zum Thema bringen die von Mitteilungen
des Germanistenverbandes 2-3/2003 lesenswerte Beiträge (für
Schule und Hochschule). Zum schulischen Bereich: Der Deutschunterricht
3/2003. In den "Mitteilungen" sind auch interessante Beiträge zu den neuen BA/MA-Studiengängen nach den "Bologna-Beschlüssen" zu finden. Ferner ist im Heft ein desillusionierender Artikel von U. Schmitz über grammatische Defizite bei Studienanfängern. Dazu s. unten. |
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wurde am 3.12.
von Plain English Campaign (einer Gesellschaft, die das Englische
rein erhalten will) in London für die unsinnigste Aussage mit dem Foot
In Mouth-Preisausgezeichnet. Er hatte auf einer Pressekonferenz
gesagt: "Reports that say that something hasn't happened are always
interesting to me because, as we know, there are known knowns; there
are things we know we know. We also know there known unknowns; that is
to say we know there are some things we don't know." |
Nach Untersuchungen der neuseeländischen Forscher
Russell D. Gray und Quentin D. Atkinson von der University of Auckland
sind die indoeuropäischen Sprachen vor
8000-9500 Jahren in Anatolien entstanden (Quelle: Nature). Bisher
wurde als Ursprung die Region zwischen Schwarzem Meer, Kaspischem Meer
und mittlerer Wolga angenommen. Es gibt 418 ide. Sprachen, davon über
300 in Indien, im Iran und in Pakistan. 2/3 der verbreitetsten Weltsprachen
gehören zu dieser Familie. Darunter sind die germanische, die romanische
und die slawische Gruppe. |
Die ganze Gesellschaft wird in den dominanten Diskursen
begrifflich als Wirtschaftsunternehmen behandelt. Eine gute Analyse des
Systemtheoretikers Peter Fuchs in der taz vom
1.12.03. |
Die
umstrittene Rede des CDU Abgeordneten Hohmann vom 3.10.2003 ist
für aktuelle Tendenzen des Antisemitismus exemplarisch. Die
Homepage finden Sie hier.
Zum Bezug auf die russ.Revolution ein
Artikel der taz. Zur Quelle (Johannes Rogalla von Bieberstein)
hier ein Interview.
Der Schriftsteller Seligman fordert,
die Rede in Schulen und Unis zu analysieren...wir haben das im Seminar
Sprache und NS gemacht. Lengsfeld
(CDU) verteidigt Hohmann in der Jungen Freiheit. |
Neuer Bildungsbericht bestätigt das Desaster der schulischen Ausbildung. Hingewiesen wird u.a. auf die Notwendigkeit früher Sprachförderung für Migrantenkinder. Zusammenfassung der Befunde. Dazu auch die Seite der RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien), mit einem interessanten Projekt zur zweisprachigen Alphabetisierung. Nutzen Sie unser Angebot, sich auf die Situation in der Schule vorzubereiten! |
Nach der PISA-Studie gibts nun die IGLU-Studie zum Leistungsvermögen der Grundschüler im internationalen Vergleich: Infos hier. Die PISA-Studie deckte eklatante Schwächen unseres Bildungssystems auf: Kritischer Kommentar und Links zu PISA. |
Krieg in der Sprache Zeitung wegen zu vieler Grammatikfehler
dicht gemacht |
Vortrag 5.2.03 im Harenberg City-Center Dortmund: Haben die Eskimos 400 Wörter für Schnee? Die Welt der Sprachen. Folien hier (pdf). Interesse an einer Sprache, die anders ist? Schauen Sie doch mal das Tagalog an. Oder Arabisch. Oder Chinesisch. Die dem Deutschen nächste Sprache ist übrigens Jiddisch. Weitere Links hier. |