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Ludger Hoffmann (20142)
Deutsche Grammatik
Grundlagen für Lehrerausbildung, Schule, Deutsch als Zweitsprache und Deutsch als Fremdsprache

Berlin: Erich Schmidt Verlag

(zweite, neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2014)

609 S.

ISBN 978-3-503-15555-2

29,80 €

 

> Zum Inhalt

Rezensionen zur ersten Auflage:

Rezension
von Torsten Mengen (literaturkritik.de)
Rezension von Maik Walter (Scenario)
Rezension von Winfried Thielmann (Zielsprache Deutsch, 3/2013)
Rezension von Horst Sitta (Deutsch als Fremdsprache 1/2014)


In Kürze

Dies ist eine Grammatik für alle, die Deutsch unterrichten, für die Lehrerausbildung und für das Vermitteln des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache. Sie liefert das Wissen, das man für diese Aufgaben braucht. Die grammatischen Phänomene werden in ihrer Sachlogik dargestellt und in eine didaktisch begründete Abfolge gebracht. Es handelt sich aber nicht um ein Unterrichtswerk für Schule oder DaF-Unterricht, sondern eine Hintergrundsdarstellung. Auf welcher grammatischen Grundlage didaktisiert wird, ist keineswegs gleichgültig, der grammatische Zugang wirkt auch auf die didaktische Modellierung.
Formen werden nicht isoliert behandelt, sondern immer in der kommunikativen Funktion, die sie allein oder in einer Wortgruppe haben. Auf diesem Weg kann ein Bild des Deutschen entstehen. Zugleich wird das grammatische Wissen vermittelt, alltägliche und literarische Texte und Gespräche besser verstehen und interpretieren zu können und die Formulierungsfähigkeiten auszubauen. Damit ist die Grammatik auch für alle interessant, die das Deutsche konsequent unter einer funktionalen Perspektive betrachten möchten. Die sprachliche Reflexion wird durch den punktuellen Einbezug anderer Sprachen, vor allem des Türkischen, unterstützt.

> Zum Konzept des Funktionalen Grammatikunterrichts im Unterricht (pdf)

> Forschungsfeld: Funktionale Grammatik

 

Inhalt (2. Auflage)

A         Einleitung
A1       Prinzipien
A2       Didaktische Pfade
A3       Vermittlung und Terminologie im Grammatikunterricht
A4       Aufbau und Gegenstand der Grammatik

B         Grundbegriffe der grammatischen Untersuchung: Funktionen und Formen
B1       Sprachliche Handlungen, Äußerung, Äußerungsmodus
B1.1    Handlung, Äußerung und Äußerungsmodus
B1.2    Text und Diskurs (Gespräch)
B1.3    Prozeduren
B2       Wort, Wortgruppe, Satz
B2.1    Wort und Wortarten
B2.1.1 Wort
B2.1.2 Wortarten: Übersicht
B2.2    Wortgruppe
B2.3    Äußerung und Satz
B2.3.1  Äußerung
B2.3.2  Einfacher Satz
B2.3.3  Komplexe Sätze
B2.4     Satzfunktionen („Satzglieder“)

C          Redegegenstände formulieren
C1        Sprachliches Zeigen: Personen
C2        Beim Namen nennen
C2.1     Namen und ihr Gebrauch
C2.2     Vertiefung: Besondere Verwendungen von Eigennamen
C3        Symbolisch charakterisieren und den Wissenszugang bahnen
C3.1     Nominalgruppen, Determinative und Gegenstandsbezug
C3.2     Der bestimmte Artikel und das deiktische Determinativ
C3.3     Das possessive Determinativ
C3.4     Der unbestimmte Artikel
C3.5     Determination in anderen Sprachen (Türkisch, Russisch)
C3.6     Das quantifizierende Determinativ
C3.7     Das Nomen
C3.8     Vertiefung: Artikellose Nominalgruppen und Stoffnamen
C3.9     Intermezzo: Der Löwe ist los
C4        Den Gegenstandsbereich einschränken und präzisieren
C4.1     Das Adjektiv in der Nominalgruppe
C4.2     Genitive vor und nach dem Nomen
C4.3     Erweiterungsnomen
C4.4     Präpositionalgruppe und Adverb
C4.5     Relativsatz und andere Attributsätze
C5       Themen einführen, Themen fortführen
C5.1    Thema
C5.2    Thematisieren
C5.3    Themen fortführen
C5.3.1 Anapher
C5.3.2 Fortführung mit Zeigwörtern (Objektdeixeis)
C5.3.3 Fortführung im appositiven und weiterführenden Relativsatz
C5.3.4 Definite Nominalgruppen und Eigennamen
C5.3.5 Weglassungen: Analepse
C5.3.6 Allgemeine Prinzipien der Themenfortführung
C5.4    Themenentwicklung
C6       Gegenständen zusätzliche Informationen beigeben
C6.1    Apposition und adjektivischer Zusatz
C6.2    Appositives Adjektiv, Appositive Präpositionalgruppe, Appositiver und Weiterführender Relativsatz
C7       Sachverhalte als Redegegenstände: Subjekt- und Objektsätze, Infinitivgruppen
C8       Gegenstände vergleichen – die Verbszene funktional ausdifferenzieren

D         Gedanken formulieren
D1       Prädikation, Verb und Verbkomplex
D1.1    Prädikation und Verb
D1.2    Tempusbildung des Verbs: Überblick
D1.3    Schwache und starke Verben
D1.4    Hilfsverben und Kopulaverben
D1.5    Komplexe verbale Einheiten: Funktionsverbgefüge, Streckverbgefüge
D1.6    Lineare Abfolge im Verbkomplex
D2       Tempus und Zeit
D2.1    Die Basistempora Präsens und Präteritum
D2.2    Zusammengesetzte Tempora
D2.2.1 Die Präsensgruppe: Präsensperfekt, Doppel-Präsensperfekt, Futur, Futurperfekt
D2.2.2 Die Präteritumgruppe: Präteritumperfekt und Doppel-Präteritumperfekt
D2.3    Die Progressivform (Verlaufsform)
D2.4    Tempus und Aspekt im Türkischen
D3       Verbmodus (Wirklichkeit, Wissen): Indikativ und Konjunktiv
D4       Perspektive: Aktiv- und Passiv
D5       Handlungs- und Wissensmodalitäten: Modalverben
D5.1     Zielbezogene Modalverben
D5.2    Handlungsraumbezogene Modalverben
D5.3    Transfergebrauch
D6       Subjektion, Prädikation und Verbszene
D6.1    Das Subjekt als Ansatzpunkt einer sprachlichen Szene
D6.2    Prädikative
D6.3    Das Adverbial
D6.5    Aufbau und Entwicklung einer Szene: Explikation und Valenz

E           Der Ausbau von Gedanken
E1         Spezifizieren: Adverbien und Adverbialsätze
E1.1      Adverbien
E1.1.1   Deiktische Adverbien
E1.1.2   Parametrische, quasideiktische Adverbien
E1.1.3   Deiktische Adverbien im Türkischen
E1.1.4   Symbolische Adverbien
E1.1.5   Adverbien in der Abfolge
E1.2      Subjunktoren und Adverbialsätze
E1.2.1   Temporalsätze
E1.2.2   Konditionalsätze
E1.2.3   Kausalsätze
E1.2.4   Konzessivsätze
E1.2.5   Finalsätze
E1.2.6   Konsekutivsätze
E1.2.7   Ereignispräzisierende Adverbialsätze
E1.2.8   Konfrontativsätze
E1.2.9   Komitativsätze
E1.2.10 Restriktivsätze
E1.2.11 Vergleichssätze
E1.2.12 Lokalsätze
E1.2.13 Türkische Entsprechungen zu deutschen Nebensätzen
E2         Präpositionen und Präpositionalgruppen
E2.1      Präpositionen
E2.2.     Präpositionen als Einleiter adverbialer Infinitivgruppen
E2.3      Übersicht zu den Präpositionen
E2.4      Raumrelationen im Türkischen
E3         Skalieren: Gradpartikeln
E4         Verneinen: die Negationspartikel nicht
E5         Modalisieren: Modalpartikeln
E6         Abtönungspartikeln
E6.1      Die Abtönungspartikel ja
E6.2      Die Abtönungspartikeln denn und mal
E6.3      Die Abtönungspartikel aber
E6.4      Die Abtönungspartikeln vielleicht und etwa
E6.5      Die Abtönungspartikeln eben, halt, eh

F           Gedanken verknüpfen und erweitern
F1         Verknüpfung durch Konnektivpartikeln
F1.1      Die Konnektivpartikel gleichwohl
F1.2      Die Konnektivpartikel jedenfalls
F1.3      Die Konnektivpartikel immerhin
F1.4      Die Konnektivpartikeln erstens, zweitens ...
F2         Koordination: Verbinden und Erweitern von Funktionseinheiten
F2.1      Der Konjunktor und
F2.2      Der Konjunktor sowie
F2.3      Die Konjunktoren oder, entweder … oder, weder … noch, beziehungsweise, respektive
F2.4      Die Konjunktoren aber, allein, sondern, nicht nur … sondern (auch), nur
F2.5      Die Konjunktoren doch, jedoch
F2.6      Der Konjunktor denn

G          Abfolge und Kommunikative Gewichtung
G1        Abfolge und Akzent in der Nominalgruppe
G2        Abfolge im Satz
G3        Kommunikative Gewichtung
G3.2.1  Hervorhebungsdomäne: Wortgruppe
G3.2.2  Hervorhebungsdomäne: Verbgruppe
G3.2.3  Hervorhebungsdomäne: Satz
G4        Abfolge und Gewichtung im türkischen Satz, Vergleich mit dem Deutschen
G5        Sprachstand syntaktisch: die Profilanalyse nach Grießhaber

H          Zweckbereiche des Handelns und Äußerungsmodi
H1        Transfer von Wissen
H1.1     Frage, Fragemodi
H1.2     Assertion, assertive Sprechhandlungen und Aussagemodus
H1.3     Erzählung
H1.4     Bericht
H1.5     Beschreibung
H1.6     Erklärung
H1.7     Inhaltsangabe und Nacherzählung
H2        Koordination von Handlungen
H2.1     Aufforderung, direktive Sprechhandlungen und Aufforderungsmodus
H2.2     Bedienungsanleitung
H2.3     Kommissive Sprechhandlungen: Versprechen, Vertrag
H3        Empfindungen ausdrücken: Ausruf und Exklamativmodus
H4        Äußerungsmodi: Zusammenfassung

S           Serviceteil
S1         Testverfahren in der Sprachuntersuchung
S2         Zum Türkischen
S3         Mögliche Lernprobleme
S4         Erläuterung der Zeichen im Text
S5         Literaturverzeichnis
S6         Sachregister
S7         Wortregister
S8         Abkürzungen
S9         Übersicht: deutsche Wortarten

Inhaltsverzeichnis als pdf

Das Buch folgt wie der funktionale Grammatikunterricht didaktischen Pfaden. Prinzip eines didaktischen Pfades ist es, von funktional eigenständigen Formen auszugehen und ihre Funktionsweise und den Formenaufbau zu erklären. Betrachtet man die Nominalgruppe, sind nur Eigennamen eigenständig, ansonsten muss man bei der Nominalgruppe aus Artikel und Nomen ansetzen, die dann später erst in ihre Teile zerlegt wird.
Eigenständig ist auch die Personaldeixis (ich, du, wir), deren Funktionsweise auf der Prozedur des Zeigens beruht (Funktion: Der Hörer synchronisiert sich mit dem Zeigprozess des Sprechers und orientiert sich im Nah- oder Fenbereich, bei ich auf den Sprecher, du auf den Hörer, wir auf eine Sprechergruppe. Eigenstäntig ist ferner die Anapher (er, sie es), die eine operative (auf die Sprachverarbeitung des Hörers bezogene Prozedur realisiert (Funktion: Behalte die Orientierung auf den präsenten Gegenstand G bei).
Ein didaktischer Pfad basiert auf der Logik sprachlicher Mittel wie auf einer sinnvollen Auswahl für die Lerngruppe. Er beschreibt eine didaktisch wie sachlogisch begründbare Abfolge grammatischer Gegenstände. Einbezogen ist, was wir über Sprachaneignung in der Erstsprache und Zweitsprache wissen. Voraussetzung ist, dass der Zugang zur Grammatik immer systembezogen sein muss, d.h. die Anschlussstellen an benachbarte Mittel des Sprachsystems müssen stets einbezogen sein.

Beispiel: Didaktischer Pfad: Gegenstände formulieren

 

> Errata / Druckfehler (1. Auflage 2013)

 


 
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