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Was Sprache ist
Mit Sprache können wir
uns über alles verständigen, was unsere Welt ausmacht.
Wir können unser Handeln koordinieren, Wissen erweitern, Einstellungen
mitteilen,
Gefühle ausdrücken, fiktive Welten entwerfen. Ein so leistungsfähiges
Instrument kann in
Form und Aufbau nicht einfach sein, es kann auch nicht durch wenige Handlungsfunktionen
(etwa in der Beschränkung auf den Typus der Aussage) erschöpfend charakterisiert
werden.
Zielgruppe
Zielgruppe sind Sprachinteressierte mit Vorkenntnissen: Kolleginnen und Kollegen
aus der Linguistik und aus Nachbardisziplinen (Informatik/Künstliche-Intelligenz-Forschung,
Psychologie, Sozialwissenschaften usw.), Lehrende und Studierende, denen sprachwissenschaft-
liche Probleme nicht völlig fremd sind und die einfach viel über das
Deutsche wissen wollen.
Gegenstand
Gegenstand ist die Grammatik des gegenwärtigen Deutsch, wie es etwa seit
dem Ende des 19.
Jahrhunderts - kurz: seit der Zeit Fontanes - gesprochen wird. Die vorliegende
Grammatik
beschränkt sich auf die Standardsprache in ihrer schriftlichen und mündlichen
Ausprägung.
Grammatik
Grammatik betrachten wir als Systematik der Formen und Mittel sprachlichen Handelns.
Ansatz
Für uns sind ein Zugang über die kommunikative Funktion oder den sprachlichen
Formaufbau
keine sich ausschließenden, sondern komplementäre Alternativen:
- Einerseits wird ausgegangen von den elementaren Funktionen, für die sprachliche
Mittel
ausgebildet sind (etwa der Funktion, Sachverhalte oder Gegenstände zu entwerfen,
zu thematisieren
oder thematisch fortzuführen).
- Andererseits wird ausgegangen von konkreten Formen und Mitteln (Laute, Wortformen,
Wortstellung,
Intonation usw.) und dem formalen Aufbau sprachlicher Einheiten.
Was neu ist
Gegenüber der Tradition ist in dieser Grammatik manches neu. Dies betrifft
etwa die Grammatik von
Text und Diskurs (Teil C). Oder das System der Wortarten (->Übersicht
als pdf-Datei).
Phänomene wie Interjektionen,Ellipsen, Anakoluthe, thematische Organisation,
grammatische Aspekte
des Sprecherwechsels werden anderenorts gar nicht oder nur stiefmütterlich
behandelt.
Auch Phonologie und Orthographie sind enthalten.
Im Ansatz neu ist der Versuch, syntaktische und semantische Struktur möglichst
eng aufeinander zu beziehen.
Besonderen Wert haben wir darauf gelegt, an zentralen Stellen der Argumentation
Belege zu verwenden,
authentische Sprachdaten aus Diskursen oder Texten. Es handelt sich um
- Material aus den (überwiegend am Rechner recherchierbaren) Korpora des
IDS;
- Daten aus veröffentlichten Korpora oder Korpora der Autoren;
- von den Autoren in literarischen oder Gebrauchstexten gefundene Daten.
Internationale Einschätzung der
Grammatik
Die Rice University Texas ließ zur Jahrtausendwende
die "Best Grammar(s) of the Twentieth Century" wählen.
Dabei belegte unsere Grammatik Rang 2 - gemeinsam mit der
siebenbändigen
englischen Grammatik von Otto Jespersen (1909-1949) - hinter Li und Thompson
"Mandarin Chinese" (1981).
Grammatik
multimedial
Wenn Sie sich für eine multimediale Internetversion interessieren,
die aus dieser Grammatik heraus entwickelt wurde, schauen Sie sich doch
einmal GRAMMIS an,
entstanden am Mannheimer Institut für
deutsche Sprache. Und es gibt dort eine Bibliographie zur
deutschen Grammatik und eine Grammatische
Terminologie.
Wie man das Buch bekommt
Natürlich kann es jede Buchhandlung bestellen. Oder Sie lassen es sich
von einem Internet-Händler nach Hause liefern, z.B.buecher.de,
amazon.de, lob.de,
booxtra.de. Sie können sich auch
an den Verlag wenden. Aktueller Preis:
128
€.
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Band 1 Abkürzungen und Symbole A Einführung B Grundbegriffe
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D Funktionale Analyse von kommunikativen
Minimaleinheiten und ihren Teilen
D1 Grammatik aus funktionaler Sicht
D2 Der Modus kommunikativer Minimaleinheiten
D3 Das Prädikat
D4 Die Argumente des Prädikats
D5 Aufbauende Operationen
D6 Sprecher-Hörer-Relation, personale Bezugnahme und Beziehungskonstitution
E Kompositionaler Aufbau kommunikativer
Minimaleinheiten
El Prinzipien und Ebenen des kompositionalen Aufbaus: Zum Verhältnis der
Teilkapitel untereinander
E2 Relationierung primärer Komponenten
E2 1. Kategoriale Funktionalstruktur
E2 2. Komplemente
E2 3. Supplemente
E3 Realisierung primärer Komponenten
E3 1. Der Verbalkomplex
E3 2. Nominale und präpositionale Realisierung von Komplementen
E3 3. Infinitivkonstruktionen (IK) als Komplemente und Supplemente
E3 4. Komplementsätze
E3 5. Korrelatverbindungen in der Funktion von Komplementen und Supplementen
E4 Die Linearstruktur des Satzes
F Verbale Gruppen
Fl Tempus
F2 Verbmodus
F3 Das Passiv (und die Familie der grammatischen Konversen)
F4 Grammatik der Ereignisperspektivierung
F5 Bedeutung der Modalverben
G Nicht-verbale Gruppen
Gl Nominalphrasen
G2 Präpositionen und Präpositionalphrasen
G3 Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen
H Subordinierte und koordinierte Strukturen
Hl Subordination: Nebensätze
H2 Koordination
Anhang
Literaturverzeichnis
Quellenverzeichnis
Sachregister
Wortregister