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Karl Bühler, Denk- und Sprachpsychologe
(1879-1963)

Einer der drei wichtigsten Sprachtheoretiker - neben de Saussure und Chomsky - des 20.
Jahrhunderts (Klassiker: "Sprachtheorie", 1934). Lehrte in Wien. Von den Nazis zur
Emigration - in die USA - gezwungen. Begründete fast simultan mit Wittgenstein
eine handlungstheoretische Sprachauffassung, die Sprache als geformtes
"Werkzeug"sieht, nicht einfach nur als Instrument. Bekannt durch fast
alle Einführungsbücher - aber selten richtig verstanden - ist das
"Organonmodell, das nicht nur die "Ausdrucks-, Appell- und
Darstellungsfunktion" als grundlegend zeigt, sondern
auch eine interessante Variante des strukturalisti-
schen Zeichenmodells
darstellt, das Bühler
noch nicht überwinden konnte. Innovativ
Bühlers Analyse des "Zeigfelds" der
Sprache, ausgehend von der ich-
jetzt-hier-Origo.
Eine Weiter-
entwicklung der Felderlehre
Bühlers brachte K. Ehlich
im Rahmen der Funktio-
nalen Pragmatik.

 

Literatur:
K. Bühler (1929/1978) Die Krise der Psychologie, Frankfurt: Ullstein
K. Bühler (1933) Ausdruckstheorie. Jena: G. Fischer
K. Bühler (1933/1976) Die Axiomatik der Sprachwissenschaften. Frankfurt: Klostermann (2. Aufl.)
K. Bühler (1934/1965) Sprachtheorie, Stuttgart: G. Fischer
K. Ehlich/K. Meng (ed.)(2004) Die Aktualität des Verdrängten. Heidelberg: Synchron [darin die Aufs. von Ehlich, Nothdurft, Pätzold, Redder zu Bühler]
A. Eschbach (ed.)(1984) Bühler-Studien. Bd.1-2. Frankfurt: Suhrkamp
C.F. Graumann/Th. Herrmann (ed.)(1984) Karl Bühlers Axiomatik der Sprachwissenschaften. Frankfurt:
Klostermann

Biographisches zu Bühler habe ich in Wikipedia dargestellt.

Hier eine Seite mit kurzer Biographie und Nachlassmanuskripten.

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