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Edward Sapir (1894-1939)

 

Geboren in Lauenberg (im heutigen Polen: Lebork). Auswanderung im Kleinkindalter (Engand, USA). Studium in New York. Germanist, Linguist, Ethnologe, Psychologe. Schüler von Franz Boas.
Er setzte sich mit der deutschsprachigen Tradition (insbes. Herder) auseinander, befasste sich schon in seiner Dissertation (über das Takelma, die Sprache der Takelma-Indianer) und dann sehr breit mit Indianersprachen, von denen er viele beherrschte und einige als erster beschrieb. Sorgfältiger Feldforscher (30 Sprachen), herausragender Theoretiker.
Sein Buch "Language" (1921) wurde zum Klassiker, vor allem in seiner Sprachenklassifikation und Typologie (Kap. IV-VI).
Und so fasst er Sprache:
"Language is a purely human and noninstinctive method of communicating ideas, emotions, and desires by means of a system of voluntarily produces symbols."
(8)

Ihm wird mir Whorf die "Sapir-Whorf-Hypothese" zugeordnet, auch "Sprachliches Relativitätsprinzip" genannt, demzufolge sich mit dem Gebrauch einer Einzelsprache eine spezifische Sicht auf die Welt, die Realität verbinde. Sie wird hier genauer dargestellt.

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