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Ernst Tugendhat
Philosoph

 

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- *1930 Brünn
- 1956 Promotion mit einer Arbeit zum über das Konzept des ti kata tinos („etwas von etwas“ aussagen) bei Aristoteles
- 1966-1975 Professor für Philosophie in Heidelberg,
- dann Professor an der FU Berlin, inzwischen emeritiert
arbeitete mit Habermas und Carl-Friedrich v. Weizsäcker am Max-Planck-Institut in Starnberg
- 2005 wurde Tugendhat der Meister-Eckhart-Preis (50.000 Euro) verliehen, den er einer Schule in Palästina (Talitha Kumi in Beit Jala) spendete, um zur Wiedergutmachung des Unrechts an Palästinensern beizutragen.

ZEIT-Online zum 80. Geburtstag

Schwerpunkte:
Sprachphilosophie und Ethik


Seine "Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie" (1976, Frankfurt: Suhrkamp) bieten eine hervorragenden, reflektierten, in vieler Hinsicht innovativen Zugang zu dieser philosophischen Richtung, der diskursiv geschrieben ist. Dass sie eine literarische Fiktion sind, spielt keine Rolle. Ein sehr lesenswertes Buch, besser, als fast alles, was sonst später erschienen ist.
Wie andere seiner Werke ist auch die "Propädeutik", aus der der Text im Reader stammt, in viele Sprachen übersetzt worden.
In mancher
Hinsicht fortführend: "Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung" (1979).
Herausragend auch seine "Philosophischen Aufsätze" (1992 bei Suhrkamp), ebenso der Text über Tarski und "Existence in Space and Time".

Tugendhat ist in der Freidenspolitik und den Menschenrechten sehr engagiert. Er hat die Einmischung in den gesellschaftlichen Diskurs nie gescheut, er hatte immer gute Argumente, etwa 1983 zur Nachrüstungsdebatte oder in der Diskussion um eine philosophische Ethik.

Ausgewählte Publikationen:
í kata tinós. Eine Untersuchung zu Struktur und Ursprung aristotelischer Grundbegriffe, Freiburg/München: Alber, 1958, 5. Auflage
Der Wahrheitsbegriff bei Husserl und Heidegger, Berlin: de Gruyter, 1967
+Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie, Frankfurt: Suhrkamp, 1976
+Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung, Frankfurt: Suhrkamp, 1979.
+Logisch-semantische Propädeutik (zus. mit Ursula Wolf), Stuttgart: Reclam, 1983
Probleme der Ethik, Stuttgart: Reclam, 1984
Nachdenken über die Atomkriegsgefahr und warum man sie nicht sieht, 2. Auflage, Berlin: Rotbuch Verlag, 1988
Philosophische Aufsätze, Frankfurt: Suhrkamp, 1992
Ethik und Politik, Frankfurt: Suhrkamp, 1992
Vorlesungen über Ethik, Frankfurt: Suhrkamp, 1993
Dialog in Leticia, Frankfurt: Suhrkamp, 1997
Celso López, Ana M. Vicuna: Wie sollen wir handeln?Schülergespräche über Moral, Stuttgart: Reclam, 2000
Aufsätze 1992- 2000, Frankfurt: Suhrkamp, 2001
+Egozentrizität und Mystik. Eine anthropologische Studie, München: C. H. Beck, 2003
Über den Tod, Frankfurt: Suhrkamp, 2006
Anthropologie statt Metaphysik, München: C. H. Beck, 2007

Text: Willensfreiheit und Determinismus

Wikipedia-Seite Ernst Tugendhat (u.a. mit Audiodateien)


 

Ursula Wolf

creative commons wikipedia

 

Philosophin

- *1951 in Karlsruhe
- Studium der Philosophie und Klassischen Philologie in Heidelberg, Oxford und Konstanz
- Promotion 1978 in Heidelberg
- Habilitation 1983 an der Freien Universität Berlin
- 1980-84 Assistentin an der FU Berlin
- 1984-1987 Professorin für Philosophie an der FU Berlin
- 1987-1989 Universität Frankfurt
- 1989-1998
wieder an der FU
- s
eit 1998 Inhaberin des Lehrstuhls Philosophie II an der Universität Mannheim.

Schwerpunkte:

Philosophie, Ethik
Professorin an der FU Berlin. Hat zur sprachanalytischen Philosophie und Ethik
publiziert, Saul A. Kripkes berühmten Text "Naming and Necessity" übersetzt.
Ihr Reader "Eigennamen" (1985, Frankfurt: Suhrkamp) ist eine ausgezeichnete
Zusammenstellung der Diskussion dieser immer noch kontroversen
Problematik, sehr lesenswert und originell ist ihre Einleitung.

Ferner hat Ursula Wolf Aristoteles- und Platon-Ausgaben publiziert.

Wichtige Publikationen:

Möglichkeit und Notwendigkeit bei Aristoteles und heute, München: Wilhelm Fink 1979.
(zusammen mit Ernst Tugendhat) Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam) 1983
Das Problem des moralischen Sollens, Berlin: de Gruyter) 1984.
Das Tier in der Moral, Frankfurt a.M.(Klostermann 1990.
Die Suche nach dem guten Leben. Platons Frühdialoge, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1996
Die Philosophie und die Frage nach dem guten Leben, Reinbek: Rowohlt 1999
Aristoteles’ >Nikomachische Ethik<, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft (Reihe Werkinterpretationen) 2002. II. Editionen
(Hg.) Eigennamen, Dokumentation einer Kontroverse, Frankfurt: Suhrkamp 1985.

Homepage Urusula Wolf

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