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nach obenoptimale amerikanische Tastaturbelegung mit deutschen Umlauten und weiteren Sonderzeichen

Viele fragen sich jetzt vielleicht, was das soll und warum man nicht gleich die deutsche Tastatur nimmt.
Die Erklärung ist ganz einfach - die Sonderzeichen der amerikanischen Tastatur sind besser angeordnet! Besonders praktisch ist dies für Programmierer, denn auf der deutschen Tastatur sind oft benötigte Sonderzeichen wie "{", "}", "[", "]", "<", ">" und "\" besonders schwer teilweise nur mit einem Fingerspagat über AltGr zu erreichen! Auf der amerikanischen Tastaturbelegung hingegen liegen diese nebeneinander und sind leicht durch einen Tastendruck zu erreichen.
Aus diesem Grund habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, die amerikanische Tastaturbelegung mit deutschen Umlauten zu verwenden.

Es gibt nun folgende Lösungen:



"Umlaut"-Taste:
Die Umlaute sollen mit einer "Umlaut"-Taste gebildet werden. Drückt man die Umlaut-Taste und darauf einen Vokal, so erscheint der entsprechende Umlaut. Die Funktionsweise ist ähnlich der deutschen Akzent-Taste, mit der sich "à" und "è" erzeugen lassen.

Als erstes muss diese Umlaut/Compose-Taste festgelegt werden. Dafür habe ich eine bei mir unbenutzte Taste "< > |" ausgesucht. Sie befindet sich in der linken unteren Hälfte der Tastatur und ist umgeben von A, Y, Shift und der Windows-Taste. Auf der amerikanischen Tastatur entspricht diese Taste den Funktionen "\" und "|". Zwischen dem Ä und der Enter-Taste befindet sich eine Taste mit denselben Funktionen und daher ist eine entbehrlich. Der Keycode für meine gewählte Umlauttaste ist die 94.
Wenn man eine andere Taste verwenden möchte, kann man mit dem Programm xev leicht die entsprechenden Keycodes herauszufinden.

Die Umlaut-Taste wird folgendermaßen definiert und kann in der Konsole ausgeführt werden:
xmodmap -e "keycode 94 = dead_diaeresis"
Es ist zu empfehlen, eine Datei ~/.xmodmap anzulegen und diese in der ~/.xsession bei jedem Start des X-Servers mittels"xmodmap ~/.xmodmap" zu laden.

Jetzt kann man mit folgender Tastenkombination deutsche Umlaute erzeugen:
<Umlauttaste> <a> = ä
<Umlauttaste> <A> = Ä
<Umlauttaste> <u> = ü
<Umlauttaste> <U> = Ü
<Umlauttaste> <o> = ö
<Umlauttaste> <O> = Ö
...


Hier fehlt nur noch das "ß". dead_diaresis-Kombinationen sind eigentlich nur für Umlaute, aber das letzte wichtige Zeichen kann man auch mit der "Umlaut"-Taste generieren.
Dazu muss folgender Eintrag in der /usr/share/X11/locale/iso8859-1/Compose definiert werden:
<dead_diaeresis> <s> : "\337" ssharp
Damit läßt sich das "ß" durch Drücken der "Umlaut-Taste" + "s" setzen.



weitere AltGr-Kombinationen:
Wenn man weiterhin die deutsche AltGr Taste behalten und nicht auf deren Kombinationen verzichten möchte, so ist dies auch möglich. Zuerst muss diese Taste definiert werden:
xmodmap -e "keycode 113 = Mode_switch"

Folgende Befehle laden nun zusätzlich die gewohnten deutschen AltGr Kombinationen:
xmodmap -e "keycode 24 = q Q at"
xmodmap -e "keycode 10 = 1 exclam onesuperior exclamdown"
xmodmap -e "keycode 11 = 2 at twosuperior onehalf"
xmodmap -e "keycode 12 = 3 numbersign threesuperior threequarters"
xmodmap -e "keycode 13 = 4 dollar Ooblique onequarter"
xmodmap -e "keycode 16 = 7 ampersand braceleft"
xmodmap -e "keycode 17 = 8 asterisk bracketleft oneeighth"
xmodmap -e "keycode 18 = 9 parenleft bracketright"
xmodmap -e "keycode 19 = 0 parenright braceright"
xmodmap -e "keycode 35 = bracketright braceright asciitilde"
xmodmap -e "keycode 49 = grave asciitilde degree"
xmodmap -e "keysym e = e E EuroSign"
xmodmap -e "keysym m = m M mu"

Aber auch hierbei habe ich die Kombinations-Möglichkeiten erweitert. Neben AltGr + <Taste> erhalten einige Tasten durch Drücken von AltGr + Shift + <Taste> ein weiteres Zeichen. Es sind also vier Zeichen pro Taste möglich - das erste durch einfaches Drücken der <Taste>, das zweite durch Drücken von Shift + <Taste>, das dritte durch AltGr + <Taste> und das vierte Zeichen durch Drücken von AltGr + Shift + <Taste>. Ich verwende übrigens keysym, wenn die Sonderzeichen immer zu bestimmten Zeichen gehören sollen (egal auf welcher Taste sie liegen) und keycode, wenn die Sonderzeichen auf einer bestimmten Taste liegen sollen.

Jetzt kann man noch weitere Tasten durch AltGr Kombinationen mit weiteren Sonderzeichen belegen. Ich habe mir daher noch nachfolgende AltGr-Kombinationen definiert. Auch die Umlaute habe ich hier noch einmal vergeben. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt:
xmodmap -e "keysym a = a A adiaeresis Adiaeresis"
xmodmap -e "keysym u = u U udiaeresis Udiaeresis"
xmodmap -e "keysym o = o O odiaeresis Odiaeresis"
xmodmap -e "keysym d = d D degree"
xmodmap -e "keysym r = r R registered"
xmodmap -e "keysym s = s S ssharp"
xmodmap -e "keysym p = p P section"
xmodmap -e "keysym c = c C cent copyright"
xmodmap -e "keysym y = y Y yen "
xmodmap -e "keycode 61 = slash question questiondown"
xmodmap -e "keycode 59 = comma less guillemotleft"
xmodmap -e "keycode 20 = minus underscore macron"
xmodmap -e "keycode 21 = equal plus plusminus"
xmodmap -e "keycode 60 = period greater guillemotright periodcentered"
xmodmap -e "keycode 112 = KP_Divide KP_Divide division"
xmodmap -e "keycode 63 = KP_Multiply KP_Multiply multiply"



Sonderzeichen durch Komposition von Multi-keys:
Alternativ kann man auch mit einer "Compose"-Taste viele weitere Sonderzeichen zusammensetzen. Folgende Befehle machen die Windows-Tasten zu "Compose"-Tasten:
xmodmap -e "keycode 115 = Multi_key"
xmodmap -e "keycode 116 = Multi_key"


Nun können nahezu alle Sonderzeichen durch Drücken der Taste <Multi_key> und zwei darauffolgenden Zeichen gebildet werden. Eine vollständige Liste gibt es in der /usr/X11R6/lib/X11/locale/iso8859-1/Compose.
Hier ein paar Beispiele:
<Multi_key> <L> <-> = £
<Multi_key> <Y> <=> = ¥
<Multi_key> <c> <o> = ©
<Multi_key> <s> <s> = ß
...


Wen es jetzt noch stört, dass die Y und Z -Tasten auf der amerikanischen Tastatur vertauscht sind, der kann diese auch wieder auf die deutschen Positionen zurücksetzen:
xmodmap -e "keycode 29 = z Z"
xmodmap -e "keycode 52 = y Y"

und mit
xmodmap -e "keycode 91 = comma"
erhält man wieder das deutsche Komma (und nicht den amerikanischen Punkt) im Num-Keypad.

Interessant ist vielleicht auch noch der Befehl "xmodmap -pke". Dieser gibt die aktuelle Tastenbelegung im xmodmap-Format aus, sodass einzelne Tasten leicht durch Ändern der entsprechenden Zeile neu belegt werden können.

Zum Abschluss möchte ich noch die Möglichkeit vorstellen, die Caps-Lock-Taste durch eine weitere CTRL-Taste zu ersetzen. Die CTRL-Taste liegt auf manchen amerikanischen Tastaturen (vor allem für Unix) an dieser Stelle und ist für manche Tastaturkürzel einfacher zu erreichen. Ich benutze die Caps-Lock-Taste eh nicht und daher habe ich auch sie ersetzt. Dazu muss man nur in der /etc/X11/XF86Config-4 unter Section "InputDevice" die Zeile
Option "XkbOptions" "ctrl:nocaps"
hinzufügen.

Hier gibt es das unten abgebildete Skript zum Download.
xplanet

nach obenmeine xplanet-Einstellungen

xplanet ist ein Programm, das im Hintergrund läuft und das Satellitenbild der Erde anzeigt. Es aktualisiert das Bild entsprechend der Tageszeit und zeigt daher auch immer korrekt die Licht- und Schattenseite der Erde an. Xplanet ist sehr vielseitig konfigurierbar, weshalb ich hier meine Einstellungen mit aktuellem Wolkenbild angeben möchte. Das Ergebnis sieht dann wie im nebenstehenden Bild aus.
Zuerst habe ich mir das Verzeichnis ~/.xplanet/images angelegt. Dort hinein kommen hochauflösende Tag- und Nachtbilder der Erde (Links zu Bildern gibt es auf der xplanet-Homepage), sowie ein Wolkenbild.
Ein Skript xplanetstart wird in der .xsession) automatisch geladen. Die aktuellen Wolkenbilder werden heruntergeladen und xplanet wird gestartet.
Das Skript sieht folgendermaßen aus und muss nur den eigenen Verzeichnisnamen angepasst werden:

#!/bin/sh
XPHOME=/home/alex/.xplanet/images

nice -19 xplanet -body earth -config /home/alex/.xplanet/config/myconf -projection orthographic -latitude 20 -radius 40 -north body -transparency -wait 300 -starfreq 0.001 &

wget http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~es179238/clouds_2048.jpg -O $XPHOME/clouds.jpg;


Die Konfigurationsdatei myconf muss folgende Einträge enthalten und natürlich den eigenen Verzeichnissen angepasst werden:
[earth]
"Earth"
color={28, 82, 110}
map=/home/alex/.xplanet/images/day.png
night_map=/home/alex/.xplanet/images/night.png
cloud_map=/home/alex/.xplanet/images/clouds.jpg
cloud_gamma=1.5
cloud_threshold=0


nach obenfarbige halb-transparente aterm's

Ich habe immer mindestens drei Terminals geöffnet und da wäre es nicht schlecht, diese grafisch dem Desktop anzupassen. Ein aterm kann mit einem farbigen Hintergrund und mit einem Transparenz-Effekt versehen werden und sorgt für einen schönen Desktop (siehe xplanet-Bild). Gestartet wird so ein aterm mit einer Reihe von Parametern oder mit entsprechenden Konfigurationen in der ~/.Xresources - hier sind meine Einstellungen:

aterm -tr -trsb -sr -geometry 100x30 -tint Darkred -tinttype true -rv -fade 80 -sl 5000

Andere Farben erhält man ganz einfach durch Ersetzen von Darkred durch andere Farbnamen, die alle unter /usr/lib/X11/rgb.txt zu finden sind: z.B. Blue, Red, Green, Cyan, Magenta, Yellow...

Damit aterm nicht jedesmal mit allen Parametern gestartet werden muss, können diese Parameter auch in der ~/.Xresources eingetragen werden, sodass jedes aterm automatisch mit diesen Parametern gestartet wird. In dem folgenden Auszug meiner ~/.Xresources habe ich zusätzlich alle Farben neu definiert, weil die Standard-aterm Farben viel zu grell sind:

Aterm*saveLines:10000
Aterm*foreground:#FFFFFF
Aterm*background:#000000
Aterm*transparent:true
Aterm*scrollTtyOutput:false
Aterm*scrollKey:true
Aterm*fading:80
Aterm*shading:80
Aterm*tinting:darkgreen
Aterm*transpscrollbar:true
Aterm*scrollColor:darkgreen
Aterm*troughColor:darkgreen
Aterm*scrollBar_right:true
Aterm*color0: #000000
Aterm*color1: #A80000
Aterm*color2: #00A800
Aterm*color3: #A8A800
Aterm*color4: #0000A8
Aterm*color5: #A800A8
Aterm*color6: #00A8A8
Aterm*color7: #A8A8A8
Aterm*color8: #000054
Aterm*color9: #FF0054
Aterm*color10: #00FF54
Aterm*color11: #FFFF54
Aterm*color12: #0070FF
Aterm*color13: #FF00FF
Aterm*color14: #00FFFF
Aterm*color15: #FFFFFF

nach obenfarbiges Prompt

Ein farbiges Prompt ermöglicht ein schnelles Wiederfinden der Eingabeaufforderung und der Befehle, die man zuvor eingegeben hat. Ist man auf mehreren Rechnern gleichzeitig eingeloggt, kann eine unterschiedliche Farbe pro Rechner ebenfalls nützlich sein und für Übersicht sorgen.

Farbiges Prompt:
PS1='\[\e[0;32m\]\@\h:\[\e[0;37m\]\w\[\e[0;32m\]\$\[\e[0m\] '

oder bei Nutzung von screen mit auto-title:
PS1='\[\e[0;32m\]\u@\h:\[\e[0;37m\]\w\[\e[0;32m\]\$\[\e[0m\ek\e\134\] '

Der obenstehende Code färbt das Prompt grün und wird in der ~/.bashrc eingetragen.
Die 3 steht für die Vordergrundfarbe und kann wahlweise auch auf 4 für die Hintergrundfarbe gesetzt werden. Die 2 steht für grüne Farbe und kann durch Zahlen zwischen 0 und 9 für weitere Farben ersetzt werden. Ich habe als User ein grünes (2) und als root ein rotes (1) Prompt.

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enum_imgs

enum_imgs ist ein Shell-Skript (BASH), dass eine beliebige Anzahl von Bildern in einem Verzeichnis durchnummeriert. Ich benutze es, um Bilder von meiner Digital-Kamera ersteinmal zu nummerieren. Anschließend kann ich die Bilder umbenennen und habe durch die voranstehenden Nummern immernoch die original Reihenfolge, in der sie aufgenommen wurden.
dsc01020.jpg   -->   01 - dsc01020.jpg
dsc01021.jpg   -->   02 - dsc01021.jpg
dsc01022.jpg   -->   03 - dsc01022.jpg
dsc01023.jpg   -->   04 - dsc01023.jpg
dsc01024.jpg   -->   05 - dsc01024.jpg
Hier gibt es das unten abgebildete Skript zum Download.
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letze Änderung dieser Seite:
27. December 2009 17:59:15.